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Startseite 2017-09-12T10:56:48+00:00

Erfolgreich als Hochzeitsfotograf – Wie werde ich ein professioneller Fotograf

Einleitung

Herzlich willkommen! Hier findest Du eine Vielzahl von wichtigen Informationen, die Dir den Einstieg in die Hochzeitsfotografie leicht machen sollen.

Kurz zu meiner Person: Ich habe nach dem Abitur Wirtschaftsinformatik studiert und 2000 eine Firma im Bereich Firewall gegründet. Im Jahr 2006 verkaufte ich erfolgreich meine Firma, die bis dahin in drei Ländern vertreten war und über 70 Mitarbeiter beschäftige.

Doch ich habe festgestellt, dass ich meine Kreativität und meine Freude am Umgang mit Menschen am allerbesten in einem ganz anderen Bereich einsetzen kann: als Hochzeitsfotograf. Als Quereinsteiger startete ich 2006 in meinen Traumberuf. Seither habe ich über 400 Hochzeiten in der ganzen Welt fotografiert.

Ich habe Seminare besucht, Bücher gelesen und mir von renommierten Fachkollegen aus dem In- und Ausland wertvolle Anregungen und Inspirationen geholt. Auf dieser Basis habe ich meinen eigenen Stil entwickelt.

Mein Wissen in Verbindung mit meiner Berufserfahrung gebe ich jetzt weiter an kreative, fotobegeisterte Menschen, die ebenfalls als Hochzeitsfotografen arbeiten möchten.

Auf dieser Seite bekommst Du Anregungen, Tipps, Hintergründe, Antworten auf Deine persönlichen Fragen und die Möglichkeit, Dich mit anderen auszutauschen, damit Du in Zukunft den für mich schönsten Beruf der Welt erfolgreich ausüben kannst!

Du kannst, wann immer Du willst, hier vorbeischauen, herumstöbern und lesen – die Inhalte werden regelmäßig erweitert und ergänzt.

So, und nun geht’s los: Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen, Lernen und Ausprobieren!

Herzlichst

Dein Till v. Rennenkampff

Der Beruf eines Hochzeitsfotografen

Der Zuhörer könnte einen wahren Traumberuf vermuten, sobald ich von meinen zahlreichen Reisen und Erlebnissen als Hochzeitsfotograf berichte. Die Teilnehmer an einer Hochzeit haben sich in Schale geworfen, sind bestens gelaunt und ausgelassen, bieten unbewusst im festlichen Rahmen die besten Voraussetzungen für gelungene Momentaufnahmen. Diese feierlichen Ereignisse erlauben, einen weiteren Personenkreis kennenzulernen und zu zukünftigen Hochzeitspaaren erste Kontakte zu knüpfen.

Hier findet Ihr eine Karte mit den Hochzeiten, die ich bereits fotografiert habe.

Der erfolgreiche Hochzeitsfotograf hat bereits zum Jahresende etwa 75% seines Kalenders mit Terminen gefüllt. Nutzt er die Möglichkeit von An- oder Vorauszahlung (siehe Preisgestaltung), verfügt er im Vorwege bereits über beträchtliche Einnahmen und zusätzlich Planungssicherheit für das folgende Geschäftsjahr. Die Zahlungsmoral der Kunden ist zufriedenstellend, gehandelt wird eher selten.

Das Schönste zum Schluss: Geheiratet wird immer! 400 115 Ehen wurden im Jahr 2015 geschlossen (Quelle), Tendenz gleichbleibend! Den nicht geringen Anteil an Scheidungen sehe ich positiv, dahinter verbergen sich zukünftige Kunden!

ABER! Wer als Hochzeitsfotograf erfolgreich tätig werden will, sollte sich darüber im Klaren sein, sich von freien Wochenenden verabschieden zu müssen; 8 – 12 Stunden ununterbrochen konzentriert zu arbeiten ist kein Zuckerschlecken. Mit dem Fotografieren allein sind die Erwartungen längst nicht erfüllt! Mindestens die gleiche Zeit erfordert die Bearbeitung der zahlreichen Bilder. Langfristig kommt der professionelle Fotograf nicht um eine mehrere tausend Euro teure Investition herum.

Welche Gründe sprechen für den Beruf?

Die Beweggründe, diesen Beruf auszuüben, fallen vielfältig aus:

  • Durch Bilder Mitmenschen begeistern
  • Wertschätzung seiner Arbeit erfahren
  • Land und Leute kennenlernen (Ausland)
  • Persönliche Freiheit und Unabhängigkeit genießen

Persönliche Voraussetzungen

Welche persönlichen Eigenschaften sollte ein angehender Hochzeitsfotograf für diesen Beruf mitbringen?
Von Wichtigkeit ist ein gesundes Selbstvertrauen in Bezug auf die eigene Tätigkeit, auf seine Leistung und eine bejahende Wertschätzung seines Bildmaterials. Ablehnung oder Zurückweisung darf den Anfänger nicht einschüchtern, unvorhergesehene Situationen nicht verunsichern. Angemessenes Äußeres, selbstbewusstes, ohne überheblich zu wirkendes Auftreten, Feinfühligkeit und intuitives Gespür für momentane Situationen und Stimmungen erleichtern den Weg zum erhofften Erfolg.

Kann man davon leben?

Das eigene Einkommen ist in jeder Gesellschaft ein Tabuthema. Kaum jemand spricht gern über seine tatsächlichen Einkünfte. Mit der reinen Hochzeitsfotografie sind durchaus Umsätze zwischen fünfzig- und hunderttausend Euro von April bis Oktober möglich. Damit dieses Ziel erreicht wird, müssen verschiedene Bereiche des Geschäftsmodels genauer beleuchtet werden. Besonders bei der häufigen Preisverhandlung mit dem erhofften Kunden ist ein sicheres und ungezwungenes Vorgehen wichtig. Um diese stets wiederkehrende Situation geschickt zu meistern, habe ich Tipps aufgezeichnet, welche die Preisverhandlung erheblich vereinfachen.

Ausrüstung

Als Hochzeitsfotograf ertappe ich mich immer wieder, dass ich viel zu viel Geld in die Ausrüstung stecke. Am Anfang schlage ich vor, einen Teil der Ausrüstung zu mieten. Das verdiente Geld wird zunächst an anderen, wichtigeren Stellen (z.B. für Werbung) benötigt!
Professionelle Arbeit erfordert mindestens zwei Kameras im Einsatz, um im Schadensfall nicht auf den Fotoapparat eines Gastes zurückgreifen zu müssen.

Mögliche Adresse zum Mieten von Kameras und Objektiven:

Kamera

Zahlreiche Hersteller bieten geeignete Produkte in großer Vielfalt an. Spiegelreflexkameras der Firmen Nikon, Canon und Sony sind in der Vergangenheit häufig verwendet worden. Ein neuer Trend favorisiert Systemkameras, die ohne Spiegel und nerviges Spiegelklappen auskommen.
Für den Kauf ist auf wichtige Grundfunktionen zu achten:

  • Vollformat Sensor
  • RAW Format


Meine Lieblingskamera

Objektive

Bis der Anfänger die Ausdrucksart (Darstellungsweise) seiner Bilder gefunden hat, sollte er die ihm notwendig erscheinenden Objektive mieten. Grundsätzlich ist auf lichtstarke Objektive (feste Brennweiten) höchsten Wert zu legen, weil sie in Kirchen oder abendlichen Veranstaltungen das natürliche Licht ausreichend nutzen. Der störende Blitz sollte grundsätzlich in der Kirche deaktiviert werden, um die Auseinandersetzung mit dem Pastor/Pfarrer zu vermeiden.
Eine höhere ISO Zahl in Kombination mit einem lichtstarken Objektiv lassen ein optimales Ergebnis erzielen.

Folgende Objektive erachte ich als wichtig:

  • 14 mm 2.8 – Dieses Objektiv bewirkt den Wow Effekt. Egal ob in kleinen Räumen (z.B. im Leuchtturm) oder auf freien Flächen erzeugt es untypische Bilder.
  • 16-35 mm 2.8 – Mit diesem Objektiv arbeite ich, um verzerrungsfrei viel Kulisse einzufangen.
  • 50 mm 1.2 – Mein bevorzugtes Objektiv, um in dunklen und engen Räumen wunderschöne Aufnahmen mit viel Unschärfe im Hintergrund zu erzeugen. Die höchste Schärfe wird zwei Blenden über der kleinsten Blende erlangt. Bei der 50mm 1.2 Linse bedeutet dies, dass erst bei Blende 1.6 die bestmögliche Schärfe erreicht wird. Dies sollte der Anfänger berücksichtigen und nicht pauschal auf die kleinste Blende wechseln, wenn er mit Unschärfe spielen möchte.
  • 50 mm 2.5 – Macro – Details, Details und Details. Natürlich ermöglichen auch andere Objektive Detailaufnahmen, aber gerade dieses erzeugt die vorteilhafte Abbildungsgröße 1:1. Die Arbeit mit diesem Objektiv erfordert Zeit, da es sich relativ langsam fokussieren lässt.
  • 24-70 mm  2.8 – Die verwendete Linse, um Gäste vor der Kirche oder am Empfang zu fotografieren. Das Zoom lässt mir genügend Luft, auch wenn ich mich unter den Geladenen befinde, vernünftige Aufnahmen von Pärchen oder Gruppen zu erhalten.
  • 70-200 mm 2.8 – Meine Lieblingslinse, um dem Paar beim Ringwechsel in der Kirche aus den hinteren Reihen oder beim Portraitshooting das ungestörte Gefühl der Zweisamkeit zu geben.
  • 85 mm 1.2 – Für Portraitaufnahmen mit extrem hoher Schärfe und wunderschönem Bokeh.

Blitze
Für das Portraitshooting verwende ich stets meine Systemblitze 580EX II. Wenn es einmal schnell gehen soll, kann der Assistent oder auch der Trauzeuge den Blitz kurz halten.

Zubehör

  • Infrarot Transmitter
  • Sunbounce (weiße Bespannung für neutrale Aufhellung, gelbe Bespannung für die blaue Stunde, silberne Bespannung für die Reduzierung des starken Gelbanteils)
  • LED Pannel / Videolicht
  • Pocketwizard (nicht unbedingt notwendig)

Software

  • Lightroom (im Bereich „Bildbearbeitung“ gehe ich auf die Software ein)
  • Photoshop (nicht unbedingt notwendig)

Speicherkarten
Ich verwende nur 16/32 GB CF Karten von der Firma SanDisk. Noch nie Probleme mit gehabt.

Das Büro

Am Anfang kann dieser Punkt vernachlässigt werden. Für mich war dieser Beruf gerade deshalb so attraktiv, weil ich mit einem Laptop und einer Fototasche Geld verdienen konnte. Die Hochzeitspaare wurden problemlos zu Hause besucht oder das Treffen in ein angemessenes Restaurant verlegt.

Erst ab einer gewissen Geschäftsgröße ist es ratsam, ein Büro oder Studio zu mieten. Die räumliche Trennung von privatem Haushalt und Arbeitsplatz muss spätestens gewährleistet sein, sobald ein Praktikant oder fester Mitarbeiter eingestellt wird.

Damit ihr die entstehenden Bürokosten optimal kompensiert, schlage ich folgendes vor.

  • Strukturen aufbauen, die Geschäftsabläufe straffen
  • In das Büro investieren. Der Raum sollte ansprechend gestaltet sein, damit sich die Kunden wohl fühlen (Getränke anbieten, Musik im Hintergrund laufen lassen)
  • Große Bilder zeigen. Die Kunden sollen merken, dass wir den Wert unserer Bilder zu schätzen wissen
  • Großen Monitor oder einen Videobeamer für Präsentationen nutzen

Assistent / Mitarbeiter

Ihr solltet Euch bereits frühzeitig Gedanken machen, ob ihr mit einem Assistenten arbeiten möchtet.
Welche Vorteile hat es, einen Assistenten einzusetzen?

  • Ausrüstung aufteilen, so dass man nur das Wichtigste am Körper tragen braucht
  • Schneller Objektivwechsel
  • Blitz, Licht, Reflektor halten
  • Auto fahren (z.B. an der Kirche bereits das Auto in Fahrtrichtung vor der Kirche parken)
  • Mit einer weiteren Kamera können zusätzliche Momente festgehalten werden, sobald sich das Brautpaar in einer unbeobachteten Situation fühlt.
  • Selbstreflektion – wie war ich, was kam nicht so gut an? Was für einen Eindruck habe ich hinterlassen?
  • Definitiv noch mehr Spaß!

Kundengewinnung (Aufbau Business)

Ich unterscheide bei der Kundengewinnung zwischen zwei Gruppen: Das Brautpaar, welches ich bereits auf einer Hochzeit kennengelernt habe, mit dem meist ein lockeres Vorgespräch stattfindet und ein problemloser Vertragsabschluss gesichert ist, und dem anderen, noch unbekannten Teil, der sowohl von meiner Person als auch von meinem Können überzeugt werden will. Daher ist es äußerst wichtig, Kunden auf den Festlichkeiten zu gewinnen, die mich, meine Arbeitsweise und die Bilder bereits zu schätzen wissen. Dies sind die gewünschten Auftragsgeber, mit denen ich meist auf einer gemeinsamen Wellenlänge liege.

Die richtige Kundengruppe anzusprechen und für dich zu gewinnen muss dein Ziel sein. Zach and Jody Gray drücken diesen Vorsatz folgendermaßen aus:

… „we are not just looking for any business, we are looking for the right business“.

Damit du dies erreichst, musst du Bilder vorzeigen, die deine Darstellungsweise am ehesten belegen.
Die typischen „Baumwickelfotos“ oder „Hände über dem Strauß Fotos“ gefallen mir nicht und fehlen deshalb auf meiner Homepage. Mit dem Ergebnis, dass diese einfallslose Art Foto von mir nicht verlangt werden.

Die Bilder auf meiner Homepage sollen Geschichten erzählen und Emotionen wecken. Dabei steht die Qualität (Schärfe, Ausschnitt usw.) der Aufnahmen im Hintergrund!

In den folgenden Kapiteln beschäftige ich mich mit der zweiten, schwierigeren Kundengruppe, die zuerst erreicht und dann gewonnen werden muss. Um zum Erfolg zu kommen, sind verschiedene Faktoren wichtig, die ich nachstehend ausführen möchte.

Ohne Struktur und Ziel geht es nicht

  • Sich und seine Leistung definieren
  • Wie sehe ich mich?
  • Wie sehen mich andere?
  • Wie möchte ich gesehen werden?
  • Welche Leistungen biete ich?
  • Worin unterscheide ich mich von den Mitbewerbern?

Es spricht nichts dagegen, sich an anderen Fotografen zu orientieren, aber deren Bildstil (Darstellung, Variation und Idee) solltest du nicht
kopieren!

Wie willst du Kunden gewinnen, indem du nur die gleichen Bilder wie der Mitbewerber lieferst? Ein Hochzeitspaar wird sich bei gleicher Qualität und Aussagekraft für die Bilder mit dem günstigeren Tarif entscheiden! Daher ist anzustreben, sich durch die eigene Art und Weise seines Schaffens von Anderen abzuheben.

Ein Fotograf präsentiert sich optimal, der sich auf einen bestimmten Bereich seines Fachs konzentriert und sich nicht als Alleskönner (Baby- und Portraitaufnahmen, Bau- und Bewerbungsfotos usw.) verzettelt. Der anspruchsvolle Kunde schätzt den Spezialisten für Hochzeitsfotografie und fühlt sich bei ihm in den richtigen Händen. Diesen entscheidenden Vorteil musst du ausbauen.

Ebenfalls wichtig ist nachfolgende Betrachtung:

Preise gleicher Produkte werden im täglichen Leben gegenseitig unterboten. Mit deiner kreativen Tätigkeit als Fotograf erzeugst du ein persönliches, schöpferisches Produkt, dessen Bemessungsgrundlage sowohl von deiner gewinnenden Persönlichkeit und deinem überzeugten Auftreten deinem Schaffen gegenüber als auch der bejahenden Wertschätzung deiner Kunden abhängt. Nur auf dieser einvernehmlichen Basis wirst du Preise erzielen, die bis zu mehreren tausend Euro über dem gezahlten Durchschnitt für eine Hochzeit liegen.

Fazit: Zeige deine Arbeit mit dem nötigen Nachdruck, weise auf Qualität, Sichtweise, Ideenreichtum, Bildsprache hin, zeige klar und deutlich deine Stärken, um deinen höheren Marktwert verständlich und einsichtig zu machen.

Präsentierst du dich umfassend, kann der passende Kunde mühelos zu dir finden. Die Absprungrate der anfragenden Interessenten ist niedriger, weil sie im Vorwege wissen, ob du der geeignete Fotograf bist.

Nachdem ich mein Portfolio überarbeitet hatte, habe ich weniger Anfragen über meine Homepage erhalten. Die Brautpaare hatten sich bereits mehr oder weniger für mich entschieden.

Deine Zielgruppe definieren
Die Gestaltung einer erfolgreichen Webseite muss jene Kunden ansprechen, die du als Zielgruppe erreichen möchtest. Aus diesem Grund wähle entsprechende Bilder aus, die dich persönlich fesseln, an denen du Freude bei der Erstellung hattest, die deinen Stil ausdrücken.
Brautpaare, die sich durch diese Bilder angesprochen fühlen, sind zwangsläufig deine Zielgruppe.

Anfänglich glaubte ich, als beginnender Hochzeitsfotograf jedes Brautpaar fotografieren zu müssen. Heute weiß ich, dass auch der Fotograf einen Auftrag ablehnen sollte, wenn die Chemie zwischen ihm und dem erwartungsvollen Kunden nicht stimmt, weil im Vorgespräch z. B. technische Details für wichtiger gehalten werden als die Bildaussage. Die beiden, jeweils individuellen Seiten müssen sich im Einklang befinden, damit die anstehende Arbeit mit dem erhofften Erfolg gekrönt wird.

Attraktiver durch besondere Leistungen
Sowohl auf meiner Homepage als auch im persönlichen Gespräch weise ich stets auf meine zahlreichen zusätzlichen Leistungen hin, die für mich selbstverständlich, für das erfreute Brautpaar kostenlos sind:

  • Fotos werden ohne Aufpreis digital nachbearbeitet
  • Webshow ohne Aufpreis bereits am nächsten Werktag
  • Vorshooting ohne Aufpreis ab 10 Stunden
  • Online-Galerie mit hochauflösenden Bildern
  • Kostenloses Predesign für das Fotoalbum
  • Uploadservice für die Gästefotos
  • Anfahrt unentgeltlich
  • Persönliches Vorgespräch, usw.

Klar definierte Präsentation
Beim Vorgespräch mit dem Brautpaar lege ich für die Präsentation auf folgende Punkte wert.
Erklärung meiner Bildsprache
Möglichkeiten des Fotografierens, nostalgisch, zeitlos oder modern
Das ich stets Wert auf neue Bildideen lege
Besondere Bildereffekte erarbeiten WOW-Bilder

Zeigt Euch
Auf meiner Homepage zeige ich ein kurzes Video von mir und erzähle ein paar private Dinge über mich und meine Arbeit mit dem Erfolg, dass beim Hochzeitspaare zum ersten Gespräch das Gefühl aufkommt, nicht völlig unbekannt zu sein.

  • Video
  • Bilder

Im Team arbeiten
Im kollegialen Team zu arbeiten hat Vorteile. Jeder trägt sein Wissen und Können zum Gelingen bei, es ergeben sich automatisch Synergieeffekte. Beruhigend ist zu wissen, dass eine Hochzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht abgesagt werden muss, ich auf einen bewährten Nebenmann zurückgreifen kann.

Sichtbarkeit erhöhen

Damit du aufgefunden und gebucht wirst, musst du dein Unternehmen breit aufstellen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Im Folgenden versuche ich sinnvolle Möglichkeiten aufzuzählen.

Multiplikatoren
Multiplikatoren sind für dich wichtige Personen, die ebenfalls zum Gelingen der Hochzeitsfeierlichkeiten beitragen. Ihr Entgegenkommen zu gewinnen und daraus Vorteile zu ziehen, bedarf einiger Zeit. Eine Hochzeitsplanerin z.B. wird dich nur weiterempfehlen, wenn du sie durch deine Arbeit überzeugt hast, sie dadurch finanziellen Nutzen oder einen Mehrwert für ihre Kunden erhält. Aber warum sind diese Personengruppen so wertvoll für dich? Ganz einfach, sie werden häufig vor dem Hochzeitsfotografen und dem DJ gebucht. In der Regel werden die Kirche und die Location als erstes gebucht. Danach folgen alle weiteren Dienstleister.

Folgende Gruppen/Personen/Bereiche fallen mir dazu ein:

  • Hochzeitplanerin
  • Rednerin
  • Brautmode
  • Gastronomie
  • Florist
  • Hotels
  • Eventmanager
  • Juweliere

Wenn du z. B. von der Tischdekoration oder von der Rednerin ansprechende Aufnahmen gemacht hast, stellt sie den Dienstleistern kostenlos zur Verfügung. Somit hast du einen Aufhänger, mit diesem Personenkreis Kontakt aufzunehmen und bleibst im Gespräch.

Verlinkung durch online Verzeichnisse
Es gibt eine Vielzahl von online Verzeichnissen. Generell halte ich von diesen Aufstellungen gar nichts! Zeit und Gebühren, die du für die Anmeldung investierst, kannst du dir sparen. Ziehe ich meine Google Analytics Statistik zu Rate, stelle ich fest, dass zwischen 5-10 Besucher pro Jahr von diesen Verzeichnissen auf meine Webseite gelangen. Ich erscheine in einer Liste mit Fotografen, mit deren Qualität ich mich nicht vergleichen möchte.

Dies gilt ebenfalls für folgende Portale: www.ispwp.com , www.wpja.com usw.

Sinnvoll erachte ich diese Portale für dich, wenn du deine Bilder anderen Mitbewerbern zur Ansicht bereitstellst, um sie bewerten zu lassen.

Brautpaare finden es sicherlich ansprechend, wenn du in einer Vereinigung bist, ob sie aber die Unterschiede der zahlreichen Portale erkennen, bezweifle ich.

Offline gut präsentieren

Visitenkarten und Briefpapier
Sie gehören zur Grundausstattung eines jeden Fotografen. Sowohl Visitenkarten als auch das Briefpapier sollten eine Einheit bilden und einen professionellen Eindruck hinterlassen. Wer noch kein Logo besitzt, kann sich für wenig Geld einen neuen Auftritt aussuchen bzw. gestalten lassen:

  • www.pixellogo.com
  • www.logosauce.com

Folgende Druckerei kann ich empfehlen:

  • www.flyeralarm.de

Fahrzeugbeschriftung
Ich halte eine gut gestaltete Fahrzeugwerbung für vorteilhaft. Allerdings sollte es stets gewaschen auf dem Parkplatz der Hochzeitsgesellschaft stehen. Es besteht eine Einladung für Langfinger, das Auto aufzubrechen, weil eine Kameraausrüstung vermutet wird. Hinzu kommen natürlich genügend Neider…

Werbemittel und Flyer
Diesen Bereich vernachlässige ich vollständig. Zeigt jemand an mir interesse, erhält er meine Visitenkarte oder er bittet das Brautpaar um meine Adresse.

Zeitschriften
Es ist fast immer der gleiche Ablauf. Möchtest du in einer Zeitschrift erscheinen (z.B. weddingstyle), musst du entsprechende Werbung mitbuchen. Die Kosten betragen um die 1.500 Euro. Eine befreundete Fotografin nutzte dieses Angebot und erhielt lediglich zwei Buchungen durch diesen Artikel. Es bleibt jedem selbst überlassen, in wie weit er diese Art Werbung nutzen möchte.

Toll ist es natürlich, seine eigenen Bilder in einer solchen Zeitschrift zu erblicken.

Gewinnspiele
Gewinnspiele können ein guter Marketing-Effekt sein. Ich hatte ein Lovestory / Engagement Photoshooting auf meiner Facebook Seite verlost. Etwa fünfzig Paare nahmen daran teil. Da nur ein Teilnehmer gewinnen konnte, erhielt ich weitere Anfragen für weitere Photoshootings. Hast du Zeit übrig, verwende sie als Trainingseinheit. Die Nutzungsrechte für deine Homepage solltest du als Gegenleistung mindestens erhalten.

Messen
Auf die Frage ob ich auf Messen vertreten bin, antworte ich stets gleich: „Dessen Terminkalender bis zu den Messen noch nicht gefüllt ist, kann nicht gut sein.“
Diese Aussage trifft natürlich nicht auf Neugründer zu. Damit eine Messe nicht zum Flop wird, solltest du dir im Klaren sein, welche Investitionen auf dich zukommen.
Die Kosten belaufen sich zwischen 75-100 Euro pro Quadratmeter! Somit bist du schnell bei 1.000 Euro pro Messe.

Ein paar Erfahrungen und Empfehlungen:

  • Eine Hostess einstellen, die Flyer verteilt
  • Falls Vorträge auf der Messe gehalten werden, solltest du dir einen Beitrag sichern. Ein Thema kann die moderne Hochzeitsfotografie sein
  • Der Stand sollte mindestens 7,5m² groß sein, um wahrgenommen zu werden, und ihr euch nicht auf den Füßen steht
  • Fotoalben zeigen
  • Große Bilder an den Wänden zeigen
  • Der Stand muss gut ausgeleuchtet sein!
  • Klarer Hinweis, dass du Hochzeitsfotograf bist (große Buchstaben)
  • Ministudio oder Photobooth aufbauen und Bilder direkt drucken und dem Kunden mitgeben / Adressen sammeln

Die großen Messen haben den Ruf, dass nur Billigheimer unterwegs sind. Daher solltest du, wenn überhaupt, auf kleinen Messen ausstellen. Hochzeitspaare, die eher kleine Hochzeitsmessen aufsuchen, wollen nicht unbedingt vom Massenmarkt bedient werden und entsprechen eher unserer Zielgruppe. Auch die Kosten betragen nur einen Bruchteil der großen Messen (z.B. TrauDich.de).

Weiterempfehlungen (Word of Mouth)
Dieses kostenlose Marketinginstrument ist meine stärkste Waffe. Wie ihr Weiterempfehlungen generieren könnt, erläutere ich später.

Auf Hochzeiten
Zukünftige Brautpaare sprechen mich bereits auf Hochzeiten an. Die Visitenkarte und verbindliche Worte sind in diesem Moment unerlässlich. Die Frage nach den Kosten beantworte ich stets mit einem günstigen Preis zusammen mit den beinhaltenden Leistungen.

Bilder auf Hochzeiten zeigen
Damit Gäste und mögliche Hochzeitspaare frühzeitig einen nachhaltigen Eindruck meiner Arbeit bekommen, stelle ich bei ausreichender Zeit abseits meinen Laptop unangekündigt auf und lasse erste Bilder vom Hochzeitspaar bzw. Hochzeitstag ablaufen. Damit erreiche ich, dass sich die Gäste nach und nach die Bilder anschauen, ich im Gespräch und im Gedächtnis bin, ohne die Veranstaltung zu stören.

Ein bekannter Fotograf verwendet einen Videobeamer und zeigt seine Bilder am gleichen Abend. Von dieser Darstellung halte ich nichts, weil sie folgende Mängel aufweist:

  • Der Ablauf der Feier wird durch diese Einlage unterbrochen
  • Die Gäste werden ungewollt angehalten, die Bilder anzusehen
  • Der Fotograf stellt sich durch diese Darbietung in den Mittelpunkt
  • Der Fotograf ist gezwungen, Bilder in minderer Qualität zu bearbeiten

Als Erster Bilder zeigen (Slideshow)
„Be first or be forgotten“ – Als Erster seine Bilder zu zeigen ist ein wichtiger Schritt zum Erfolg. Sobald ich eine Hochzeit fotografiert habe, überspiele ich noch in derselben Nacht die Speicherkarten und lasse im Laptop die Vorschaubilder der RAWs rendern. Alternativ kannst du auch die kleinen .jpgs verwenden. Der Grund dieser eiligen Aktion ist, deine Bilder dem Brautpaar zu unterbreiten, solange es unvoreingenommen und nicht durch Fotos der Gäste beeinflusst ist.

Mit folgender Software erstelle ich die Webslideshow: Photodex Pro Show Producer

Contra: Teuer, nicht für Apple Produkte
Pro: schnelles Ergebnis, einfach zu bedienen

Kontaktfreudig sein
Jeder Fotograf verfolgt eine unterschiedliche Strategie, sich auf Hochzeiten zu präsentieren. Will ich nur außenstehender Beobachter sein oder führe ich auch mal ein Gespräch mit den Gästen. Meiner Meinung nach ist eine gesunde Mischung aus beiden Ansätzen wichtig. Viele zukünftige Hochzeitspaare haben mich bereits auf vorangegangenen Hochzeiten angesprochen, weil sie mein Auftreten sympathisch fanden, feststellen konnten, dass die Chemie stimmt, mit welchen Leistungen meinerseits sie erwarten dürfen. Diese Annäherung ist natürlich nur bei längeren Hochzeiten / Reportagen möglich. Begleite ich nur die Trauung und stelle danach einige Gruppenaufnahmen her, wird mich kaum ein Gast wahrnehmen.

Freundlichkeit und Humor ausstrahlen
Wie die potenziellen Brautpaare mich kennenlernen, so stellen sie sich ihren Tag mit mir vor. Daher ist es wichtig, Freundlichkeit und Humor auszustrahlen.

E-Mail Signatur
Bei der Vielzahl an E-Mails, die ich täglich schreibe, verwende ich folgende Inhalte für meine E-Mail Signatur:
Link zur Webseite
Postscriptum (PS: Hinweis auf z.B. Schulungen, Aktionen und Rabatte)
RSS-Feed einbinden (Jedes CMS bietet heute den Export von RSS Daten an, warum nicht mit einbinden?)

Newsletter
Die einfachste und kostengünstigste Variante ist die Versendung eines Newsletters. Ich versende maximal zwei Rundschreiben pro Jahr und weise auf bestimmte Aktionen hin. Voraussetzung ist natürlich, dass ich genügend Kapazitäten für mögliche Aufträge habe.
Aktuell arbeite ich mit der Software Outlook um meine Termine und Adressen zu verwalten.

Suchmaschinen Optimierung

Suchmaschinen Optimierung bekommt einen immer größeren Stellenwert. Meine Statistik ermöglicht mir, zu erkennen, mit welchen Schlüsselwörtern die Besucher auf meine Webseite gelangen. Daraus ergibt sich, dass das Schreiben von Artikeln über ausgewählte Plätze deiner Tätigkeit sinnvoll ist. Brautpaare, die z.B.in einem Restaurant feiern wollen, geben den Namen der „Lokalität + Hochzeit“ in die Suchmaschine ein. Stehst du unter den ersten fünf Plätzen, werden sogleich Fotos von dir gezeigt, die belegen, dass du mit dieser Lokalität bereits vertraut bist.

Der erste Schritt liegt immer in einer ansprechenden Webseite, die deine Arbeit mit für dich typischen Fotos präsentiert. Denn es nützt dir nichts, häufig gefunden zu werden, die Absprungrate aber verrät, dass die Besucher nach lediglich zwei Seiten deine Homepage enttäuscht verlassen. Daher kümmere dich in erster Linie um Aufträge und schreibe anschauliche Artikel, die später von Google automatisch mit bestimmten Schlüsselwörtern gefunden werden.

Aber wie findet man die entsprechenden Keywords raus?
Google ist die Suchmaschine, die zu 90% von den Nutzern verwendet wird. Sie bietet einen kostenlosen Dienst zur Ermittlung der häufig gesuchten Keywords an.

Google Keywords

Die oben genannte Webseite ermöglicht es, die entscheidenden Keywords zu ermitteln. Dabei kannst du zwei unterschiedliche Strategien für die Verwendung von Keywords einsetzen.

Strategie 1: Du findest die am häufigsten gesuchten Keywords heraus. Diese Methode hat den Nachteil, dass du mit vielen anderen Mitbewerbern um die begehrten, vorderen Plätze bei Google kämpfen musst (z.B. Hochzeitsfotograf Hamburg).

Strategie 2: Nischen suchen. Seiten erstellen, die Keywords enthalten, nach denen nicht so häufig gesucht werden. Somit wird deine Seite seltener aufgerufen, aber unterm Strich häufiger, da du bessere Positionen im Ranking aufweisen kannst.

Um weitere Keywords zu erhaltet, die zu einem Thema passen, kannst du folgende Suchmaschine nutzen: Metager

Google erkennt, ob deine Seite nur auf z.B. zwei Suchbegriffen optimiert worden ist. Im schlimmsten Fall kommst du in die sogenannte Sandbox und erscheinst am Ende der Ergebnisliste. Google legt immer mehr Wert auf den Zusammenhang der einzelnen Keywords. Erscheint also Hochzeitsfotograf auf der Webseite, sollten aus diesem Bereich auch weitere Keywords vorkommen. Bleibst du bei einem Thema, geschieht dies von selbst.

Abhängig vom Content Management System (z.B. WordPress oder Joomla) hast du verschiedene Möglichkeiten, auf bestimmte Parameter innerhalb deiner Homepage Einfluss zu nehmen. Zwei Studenten haben vor kurzem versucht, den Google Such-Algorithmus zu kopieren. Mit 17 Parametern haben sie geschafft, das Suchergebnis von Google zu 98% nachzubilden, die angeblich 200 verwenden.

Wichtig, im Sinne der Suchmaschinen
Ich möchte nicht zu tief in diese schwierige Materie eintauchen. Wichtig sind folgende Faktoren:

  1. Titel – Dieser erscheint oben in der Browser Zeile.
  2. Überschrift oberhalb des Textes. Hier arbeitest du mit den Parametern H1 – H5, wobei H1 der entscheidende Faktor ist.
  3. Keywords im Titel und in der Überschrift müssen auch mit denen im Text übereinstimmen.
  4. Description – Diese erscheint im unsichtbaren Bereich und kann Google optimiert vorgesetzt werden. Alternativ sucht Google einen Textabschnitt aus dem Beitrag.
  5. Gut lesbare URLs

Weiterhin achtet Google wohl auf das Hervorheben bestimmter Keywords. Dies kann durch folgende Befehle erreicht werden: und .

Vorteilhaft ist der Einbau deiner Bilder in den Text. Das gewünschte Keyword erscheint im Bildnamen und im beschreibenden Text.

Verlinkungen innerhalb der Seite sind ebenfalls wichtig. Bei der Realisierung der Verlinkungen gibt es verschiedene Programme für WordPress, die es dir erleichtern, dieses umzusetzen. Google erkennt z.B. die Menüstruktur der Webseite, sieht aber auch, ob die Texte untereinander einen Bezug haben. Du kannst einzelne Keywords entsprechend mit anderen Webseiten anschließend verlinken.

Hast du die zuvor genannten Punkte beachtet und umgesetzt, folgt der nächste Schritt. Das Stichwort ist „Keyword Density“. Du darfst mit der Optimierung nicht übertreiben. Google erkennt, ob z.B. die Begriffskombination „Hochzeitsfotograf Hamburg“ zu häufig vorkommt und geht in diesem Fall von Spamming oder Überoptimierung aus.

Auf folgender Seite kannst du die genannte „Keyword Density“ überprüfen lassen: http://www.keyworddensity.com/ Ich arbeite häufig mit einem Wert zwischen 8-15%. Höher sollte der Wert nicht liegen. Anderfalls darfst du wieder in der Sandbox spielen.

Ein weiteres Tool ist ranks.nl: http://www.ranks.nl/tools/spider.html

Seite bewerten
Hast du deine Seite mit den vorhergehenden Tipps angepasst, kannst du einen Teil deiner Seite bewerten lassen und Fehler ausbügeln. Mit folgendem Tool überprüfe ich die Qualität meiner Seite: http://www.seitwert.de

Zusätzlich empfehle ich dir die webmastertools von Google, die dir ebenfalls bei der Optimierung behilflich sind. https://www.google.com/webmasters/tools/home?hl=de

Linktausch
Ein Linktausch unter Partnern bringt aus der Sicht der SEO nichts. Google vernachlässigt diese einfachen, gegenseitigen Verlinkungen. Er ist nur erfolgreich, wenn du z.B. von A auf B und B auf C verlinkst.
Deshalb verfasse grundsätzlich Inhalte, die für den Leser so interessant sind, dass sie zu weiteren Verlinkungen führen!

Content Management System

CMS ja oder nein?
Ein CMS (Content Management System) gibt dir die Möglichkeit, neue Inhalte schnell einzubinden und deine bestehenden Beiträge bequem zu verwalten. Der größte Vorteil für die Verwendung eines CMS ist, dass Layout und der Inhalt (Beiträge) getrennt voneinander bearbeitet werden können. Mit einem Knopfdruck kannst du das Layout austauschen, ohne die vorhandenen Beiträge anpassen zu müssen.

Welches CMS ist das richtige für mich?
Zwei bekannte CMS Systeme sind Joomla und WordPress. WordPress ist ein Blog System und findet die häufigste Verwendung bei Fotografen. Joomla ist etwas schwerfälliger und komplexer. Aktuell werden Joomla Installation häufig von Hackern angegriffen!

Die eigene Homepage ist dein entscheidendes Aushängeschild. Daher darfst du bei der Erstellung deines eigenen Erscheinungsbilds nicht sparen.

Ich verwende vielfach WordPress, da es einfach und schnell zu bedienen ist. Selbst fürs Iphone gibt es ein App, um schnell Inhalte einzubinden.

Wer nach fertigen Templates für WordPress schaut wird hier fündig.

Deine Homepage muss klar strukturiert erscheinen und regelmäßig die neusten Fotos zeigen. Mögliche Kunden besuchen mehrfach deine Webseite und hoffen auf Bestätigung, dass sie die richtige Wahl des passenden Fotografen getroffen haben.

Auch das Portfolio sollte ständig angepasst und erweitert werden!

SEO Plugins für WordPress
Folgende Plugins empfehle ich dir, wenn du WordPress für deine Homepage verwendest.

  • Google XML Sitemaps – Lasst automatisch eine XML Datei im Hauptverzeichnis eurer WP-Installation generieren. Über Webmastertools von Google könnt ihr dann die URL (www.homepage.de/sitemap.xml) angeben. Ziel ist es, Google automatisch mitzuteilen, dass ihr einen neuen Beitrag geschrieben habt.

  • Page Tagger – Mit diesem Plugin könnt ihr auch eure Seiten/Pages mit Tags versehen. Funktioniert sonst nur mit Beiträgen/Posts

  • SEO-Tool – Keyword Density Checker – Dieses Tool hilft euch beim Schreiben der Artikel die Keywords im Auge zu behalten. Möchtet Ihr bestimmte Keywords von Google im Text höher bewerten lassen, müssen diese bestimmt häufig im Text erscheinen (natürlich auch im Title und im Subtitle, wenn installiert).

  • SEO Smart Links – Dieses Plugin erstellt automatisch Verlinkungen zu bestimmten Seiten, wenn vorher definierte Keywords mit dem Link definiert wurden. Sehr sehr praktisch!

  • SEO Tag Cloud Widget – SEO optimierte Tag Cloud, die die Funktionen der internen Funktion von WordPress um ein Vielfaches übersteigt

  • Wp-Dofollow – Mit diesem Tool können nun auch Kommentare von Google erfasst werden

  • WP Permalauts -In WordPress werden die Permalinks ganz simpel auf den erlaubten ASCII-Zeichensatz heruntergebrochen:
    ä = a, ö = o, ü = u und ß = s.Mit installiertem und aktivem Permalauts folgt:
    ä = ae, ö = oe, ü = ue und ß = ss.

  • wpSEO – Leider kostenpflichtig, aber das ultimative schweizer SEOMesser

  • Broken Link Checker – Sehr nützlich dieses Plugin. Ihr setzt Links in Euren Posts oder Pages? Wollt aber nicht ständig überprüfen, ob die angegebenen Seiten noch online sind? Dieses Plugin überprüft regelmäßig, ob die verlinkte Homepage noch aktiv ist.

  • qTranslate – Das ultimative Tool, wenn ihr eure Homepage zweisprachig aufziehen möchtet.

  • wptouch – Wenn euer Theme nicht bereits eine Lösung für mobile Endgeräte anbietet, könnt ihr mit diesem Plugin die Inhalte Smartphone freundlich darstellen

  • Google Analytics for WordPress – Wenn euer Layout nicht schon die Möglichkeit bietet den Google Analytics Code einzubinden, kann dieses Plugin für euch sehr nützlich sein. Es erkennt, ob ihr eingeloggt seid und zählt diese Aufrufe nicht mit.

Neukundengewinnung

Webblogs
Die regelmäßige Pflege deines Blogs mit Texten und Bildern hat den weiteren Vorteil, dass du in den Suchmaschinen früher gefunden wirst. Das Zauberwort heißt dabei SEO. Suchmaschinen sind ständig auf der Suche nach neuen Inhalten. Wenn du also deine Seiten regelmäßig mit interessanten News in Bezug auf Hochzeitsfotografie fütterst, steigt diese in der Listung der Suchmaschinen stetig weiter nach oben – ein unschätzbarer Vorteil bei deiner Kundengewinnung.

Neben dem suchmaschinen-optimierten Text entscheiden deine veröffentlichten Bilder über das erhoffte Interesse neuer Kunden. Zeige Fotos von Hochzeiten, auf denen du fotografiert hast. Nicht vergessen, dass du das Einverständnis der abgebildeten Personen benötigst!

Ein Blog mit aktuellen News und auserlesenen Bildern ist die gewinnbringendste Visitenkarte!

Zusammenfassung:

  • Regelmäßig News liefern

  • Den Dialog mit den Kunden suchen (Kommentarfunktion bei WordPress)

  • SEO Vorteile mit den Artikeln nutzen

Informationen per RSS Feed
Wie bereits erwähnt, verfügt WordPress über einen eigenen RSS-Feed. Über folgenden Link kannst du den Feed aufrufen: http://www.euredomain.de/feed/. Die erstellten Beiträge werden in einem vordefinierten Konstrukt zur Verfügung gestellt. Deine Kunden können aktuelle Beiträge unmittelbar abrufen.

Dialog mit dem Kunden
Deine Webseite muss mehr als nur eine Aneinanderreihung verschiedener Ereignisse enthalten. Es ist unumgänglich, Inhalte zu schaffen, die deine Zielgruppe anregt, regelmäßig deine Seiten zu besuchen. WordPress verfügt über eine Kommentarfunktion, die eine Anmerkung / Frage deiner Besucher ermöglicht. Deine Antwort sollte innerhalb von 12-48 Stunden erfolgen.
Die Trackbackfunktion meldet dir denjenigen, der einen deiner Beiträge auf seiner Webseite verwendet hat. Schafft interessanten Inhalt, und du erhältst eine kostenlose Verlinkung.

Damit die Suchmaschine deine Seite wertet
Google erkennt, wie häufig neue Beiträge geschrieben werden. Füge deshalb beständig weitere wertige Abhandlungen auf deiner Seite ein, damit du von Google in der Bedeutung höher gewertet wirst. Verfasse ich einen Artikel, wird dieser innerhalb von fünf Minuten erkannt und gelistet!

Unterhaltsamen Content liefern
Wie bereits beim Trackback erwähnt, ist eine kostenlose Verlinkung Gold wert. Um diese Verlinkungen zu erreichen, sind wertige Inhalte zu schaffen.

Mit Twitter im Netz
Das Gezwitscher im Netz auf 140 Zeichen begrenzt, zwingt jeden, sein Thema kurz zu fassen. Im Gegensatz zu Google werden hier die Diskussionen umgehend angezeigt. Verschiedene Programme/Apps geben dir die Möglichkeit, schnell und unkompliziert News einzupflegen. Wer also regelmäßig kurze News liefern kann, sollte diese Variante für sich nutzen. Mögliche Kunden werden auf Neuigkeiten und Angebote als erste hingewiesen.

Bei Twitter wird zwischen „following“ und „followers“ unterschieden. Einzig und allein für uns wichtig sind die „followers“. Sie geben die Zahl der Empfänger an, die unsere News erhalten. Ich erachte dieses Medium als weniger wichtig, auch wenn Twitter eine Möglichkeit bietet, direkt mit dem Kunden in Kontakt zu treten. Würdest du Facebook für deinen Wortschwall nutzen, kommst du sehr schnell auf die „ich werde nicht mehr angezeigt in den News“ Listen. Du solltest darauf achten, welchen „Return on investment“ – (Zeit vs. Investition) Nutzen du aus diesem Gebrauch generierst.

Die erfolgreichste Zeit fürs Twittern ist von Montag bis Donnerstag zwischen 13 und 15 Uhr. Ab Freitagen nach 15 Uhr und abends nach 20 Uhr ist mit einer geringen Reichweite des Tweets zu rechnen.

Quelle: http://t3n.de/news/besten-zeiten-posten-facebook-386864/

Entscheidungshilfe
Ja/Nein Ihr sitzt viel vorm Computer und habt Zeit, Kurznachrichten zu schreiben?
Ja/Nein Zählen potenzielle Hochzeitspaare zu deinen followern?
Ja/Nein Hast du regelmäßig neue Informationen, die du posten kannst?
Ja/Nein Willst du neben den typischen Kommunikationsmitteln auch andere Vertriebswege nutzen?

Facebook
Facebook, das soziale Netzwerk, kennt jeder und die Nutzerzahlen steigen täglich. Ich schätze Facebook als Plattform für die Präsentation sehr. Über dein Profil kannst du eine Fanseite einrichten. Hast du etwas Neues/Wichtiges zu berichten, postest du den Link von deinem Beitrag auf deiner Homepage bei Facebook. Dies hat zur Folge, dass deine Fans in ihrer Newsliste diesen Hinweis erhalten und deine Seite aufsuchen.

Brautpaare schreiben mir: „Till, wir folgen Dir schon lange auf Facebook und sind von Deinen Bildern begeistert“. Das sind die Kunden, die wir uns wünschen!

Wer nicht wöchentlich neue Bilder ins Netz stellen kann, wählt folgenden Ablauf:
Sobald du eine neue Hochzeit online gestellt hast, setze einen Link und verfasse einen kurzen Beitrag auf Facebook. Deine Fans sehen in ihrer Newsliste den Hinweis auf deine neu eingestellte Hochzeit. Nach ein bis zwei Wochen nimm ein einzelnes Bild aus der Blog Serie und poste es neu auf deiner Fanseite. Ziel ist es, das Fans, die sich zuvor nur das Vorschaubild angesehen haben, nun auf deine Seite gehen. Somit kannst du Zeiten überbrücken, in denen du weniger News liefern kannst.

Am erfolgreichsten sind Facebook-Postings zwischen 13:00 und 16:00 Uhr. Beiträge nach 20 Uhr und am Wochenende haben es dagegen besonders schwer. Den höchsten Traffic verzeichnet Facebook mittwochs zwischen 13:00 und 15:00 Uhr

Quelle: http://t3n.de/news/besten-zeiten-posten-facebook-386864/

Google Adwords
Mit Google Adwords hast du die beste Möglichkeit, Werbung zu schalten! Du kannst verschiedene Anzeigen schalten, die nach der Suche nach einem Hochzeitsfotografen oben oder auf der rechten Seite deines Bildschirms erscheint. Du kannst bestimmen, wie häufig deine Anzeige pro Tag geschaltet werden, und auch die Regionen angeben, in der die Anzeige erscheinen soll.

Ich gebe pro Tag etwa 4 Euro aus. Den Klickbetrag setze ich auf maximal 80 Cent fest. Mit diesem Betrag erscheine ich nicht unter den Top 5, aber nach meiner Erfahrung klicken die Brautpaare die Leiste einmal durch. Es spielt also keine Rolle, auf Position 5 oder 6 zu erscheinen.

http://api.smugmug.com/services/embed/2459119217_Qh7WdSC?width=640&height=400&albumId=28933296&albumKey=hH6FBW

Facebook Werbeanzeigen / Promotion
Facebook bietet die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten. Du entscheidest, ob du für Klicks oder Impressions bezahlen möchtest und definierst zusätzlich genau deine Zielgruppe. Spätestens jetzt wisst du, warum du die Kreuzchen bei eurem Profil setzt….

Interessant sind folgende Faktoren:

  • Auswahl der potenziellen Kunden: Single, Verlobt, Verheiratet

  • Auswahl nach Alter

  • Auswahl nach Aktivitäten

Nach meiner Erfahrung führt diese Art von Werbung im Bereich der Hochzeitsfotografie lediglich zu unnötigen Kosten. Warum, beschreibe ich im nächsten Abschnitt. Bei der Promotion kannst du Beiträgen eine höhere Aufmerksamkeit zuordnen. Für vier, acht oder zwölf Euro wird dein Beitrag den Freunden von Freuden gezeigt und hat zur Folge, dass du weitere Links und Kommentare erhältst.

Google Adwords vs. Facebook
Warum ist Google Adwords, meiner Meinung nach, so viel sinnvoller? Facebook schwächelt bezüglich der Schaltung von Werbung. Sucht jemand bei Google einen Hochzeitsfotografen, hat er die Absicht, einen Fotografen zu buchen oder nach weiteren Informationen Ausschau halten. Es ist also ein potenzieller Kunde. Bei Facebook wird die Werbung einer Kundengruppe gezeigt, die unseren Parametern entspricht.
Aber diese Kundengruppe hat nicht nach uns gesucht.

Wir werden ihnen in der Hoffnung vorgeschlagen, dass der User denkt: „Hey, klar, wir brauchen noch einen Hochzeitsfotografen“ und uns dann bucht.

Über Facebook Werbung habe ich bisher nur sehr wenige Anfragen erhalten.

Video auf der eigenen Webseite
Ein Video auf der Homepage über deine Person, deine Ansichten und deine Arbeitsweise erzielt den höchsten Werbeeffekt.

Die Kunden erhalten frühzeitig Eindrücke von deiner Art und deinem Auftreten. Brautpaare studieren eingehend deine Homepage. Häufig kennen Sie die Bilder, Beiträge und manche Details besser als du. Denen das Video zusagt, gefällst auch du. Auf diese Weise erhältst du Anfragen von Paaren, die auch an deiner Person interessiert sind.

Meine Videos wurden mit der 5D Mark II aufgenommen. Ein separates Mikrofon sorgte für bessere Sprachqualität.
Entscheidungshilfe – Videos auf der eigenen Homepage

Vorteil

  • Durch ein Video sollen Emotionen angesprochen werde und wir sollen uns als Mensch dem Besucher näher bringen

  • Erzeugen eine hohe Glaubwürdigkeit

  • Die Kernaussagen werden schnell vermittelt

  • Wirkt modern und kundenfreundlich

  • Wertet das Unternehmen auf (Professionalität)

Zu bedenken:

  • Das Video muss professionell sein, damit sind höhere Kosten verbunden

  • Genaue Planung und Vorbereitung

  • Aufwand zu hoch, wenn das Video nur im Internet gezeigt wird

Aus Besuchern, Kunden machen

Erfolg messen mit Analytics
Mein wichtigster Kontrollmechanismen ist Google Analytics. Den vorgegebenen Trackingcode bei WordPress einbauen und schon kannst du mehr von deinen Besuchern erfahren.

Folgende Informationen sind u.a. erhältlich:

  • Mit welchen Keywords sind die Besucher auf meiner Homepage gelandet

  • Woher kommen die Kunden (Städte, Länder usw.)

  • Wie lange bleiben die Kunden auf meiner Homepage, wie hoch ist die Absprungsrate

  • Conversations-Rate

  • usw.

Die Anzahl der Besucher allein sagt noch nichts über deinen Erfolg aus. Die Conversations-Rate ist ein zuverlässiger Faktor. Du siehst, welche Besucher Interessenten wurden (Kontaktformular ausgefüllt, Newsletter bestellt usw.).

Bedienbarkeit der Webseite
Die eigene Homepage ist die Ladenfront für deine Kunden. Sie erhalten den ersten Eindruck von dir, sobald sie deine Homepage betreten. Du musst mit dem Hochzeitspaar eine persönliche Bindung aufbauen. Daher ist es umso wichtiger, dass du auffällst, dich hervorhebst und etwas Persönliches von dir hinterlässt.

Den Zeitraum weniger Hochzeiten nutze ich, durch neue Gestaltung und einen weiteren Aufbau meine Webseiten zu verbessern, denn während der Hochzeitsaison steht bei mir die Fotografie im Vordergrund.

Drei wichtige Tipps für die Internetseite:

  1. Du verkaufst in erster Linie dich als angenehme Person und nicht dein Produkt. Jeder Fotograf präsentiert seine vermeintlich gelungensten Bilder auf seiner Homepage. Damit hofft er identifiziert und ausgewählt zu werden. Aber Kunden können häufig nicht zwischen fachlich guten und schlechten Fotos unterscheiden. Und selbst wenn, ist dies nicht der ausschlaggebende Faktor ihrer Wahl! Um die Sympathie der Suchenden zu gewinnen, musst du von dir erzählen. Das können Gedanken zu deiner Arbeitsweise, Lebenseinstellung oder deinen Hobbies sein, ein informatives Video, ein Bild von dir und regelmäßig neue Bilder von deinen Hochzeiten runden deinen Auftritt ab. Der Kunde möchte von dir beeindruckt sein und vor dem ersten Treffen das gute Gefühl besitzen, dich bereits persönlich zu kennen. Manche Hochzeitspaare wissen über meine Internetseite besser Bescheid als ich, erzählen bewundernd von bestimmten Bildern oder einzelnen Ereignissen, die sie auf meiner Seite entdeckt hatten.

  2. Dein Portfolio – Es ist deine Visitenkarte, die deine gelungensten Bilder zeigt. Es ergibt keinen Sinn, Bilder zu verwenden, die deinen Stil nicht verdeutlichen, mit denen du dich nicht identifizierst. Das hätte zur Folge, dass du Kunden gewinnst, die du nicht willst. Deine Kreativität muss in dem Portfolio zum Ausdruck kommen. Dein Einfallsreichtum und deine Gestaltungskraft, die sich in den veröffentlichten Fotos auf deiner Webseite wiederspiegeln, sind der Grund, warum ein Brautpaar gerade dich auswählt.

  3. Inhalt oder das perfekte Foto? Wir richten unser Augenmerk hauptsächlich auf vollendete Fotos und stellen fest, dass Hochzeitspaare später weniger fachlich gelungene auswählen. Diese Aufnahmen erinnern Paare an besonders bewegende Momente und erreichen einen höheren Stellenwert als das perfekte Foto. Besonders Frauen lieben Bilder, die Emotionen, Gefühle und Geschichten beinhalten. Daher sind der Preis der verwendeten Kameras und die Güte der einzelnen Objektive nicht immer entscheidend.

Kontaktaufnahme erleichtern
Der Kunde fühlt sich angesprochen von deiner Webseite, hat sich verschiedenen Portfolios angesehen, sich mit deiner Person vertraut gemacht und deine Preisliste geprüft. Nach dieser Position enden viele Webseiten.

Nimm den Kunden an die Hand und fordere ihn auf:

  • Ruft mich unter xxx an und ihr erhaltet weitere Informationen!

  • Nehmt an einem Vorshooting teil und lernt mich kennen!

  • Erbittet ein unverbindliches Beratungsgespräch!

  • usw.

Besucher springen ab, wenn deine Webseite unübersichtlich ist und zu Unsicherheit oder Ratlosigkeit führt. Mach es dem Besucher leicht!

Online und Offline Verknüpfungen schaffen
Um die Anfragen von Hochzeitspaaren optimal zu verwaltet,. verwende ich aktuell Outlook von Microsoft. Adressen abgleichen, Unterlagen sammeln und wichtige Termine auf Erinnerung setzen gehören zu meinen täglichen Aufgaben.

Bemüh dich um deine Kunden. Versende Newsletter, rufe wichtige Kunden regelmäßig an, damit du nicht in Vergessenheit gerätst. Sorge dafür, dass sie weiterhin für dich werben.

Aktionen und Bilder professionell präsentieren
Du musst dich von anderen Fotografen abheben. Nutzt die Vielfalt an Möglichkeiten, deine potenziellen Kunden zu beeindrucken. Setze auf Video (z.B. über dich), zeige wie du arbeitest oder erzähle die Geschichten hinter den Bildern. Zeige deine Leistungen und weise auf die zahlreichen Vorteile für das Brautpaar hin, sobald sie dich bucht.

Testimonials, Vertrauen schaffen

  • Weiterempfehlungen ansprechen beim Kunden

  • Weiterempfehlung belohnen

  • Partnerschaften entwickeln

  • Zufriedenheit der Kunden in Wort und Bild festhalten

Testimonial, wie wirken sie und was es zu beachten gilt?
Testimonial ist ein Begriff aus der Werbung und bezeichnet eine reale oder fiktive Person, die für dich zur Erhöhung deiner Glaubwürdigkeit wirbt. Achte auf mögliche Doppeldeutigkeiten deiner Beiträge!
Auf einer Homepage eines Mitbewerbers las ich unter einem Bild: „Vielen Dank für dieses tolle Bild, dafür haben wir uns gerne auf den feuchten Boden gelegt“. So herausragend das Bild auch gewesen sein mag, dem Leser bleibt der Eindruck, dass ich mich als Braut für ein Foto auf nassen und sogar schmutzigen Boden legen muss! Es ist Vorsicht geboten bei Kommentare unter einem Bild. Achte darauf, dass Personen mit ihrem Namen unter dem Testimonial stehen.

Der richtige Text

Texte nach dem AIDA Prinzip schreiben
Der AIDA Aufbau für Werbetexte hat sich über Jahre hinweg etabliert. Wofür stehen die vier Buchtstaben? Sie stehen für Attention (Aufmerksamkeit erzeugen), Interest (Interesse wecken), Desire (Verlangen hervorrufen) und Action (Handlung auslösen).
Hier eine ausführliche Beschreibung der Webseite Klickkomplizen.de

Preisgestaltung

Sich nicht zu günstig anbieten
Wer kennt diese entscheidende Frage nicht: „Wie teuer bist Du?“ Darauf darfst du nie mit einem Preis ohne weitere Angaben antworten. In diesem Moment ist es zunächst erforderlich, weiterführende Informationen vom Fragenden zu erhalten, um den Kostenrahmen abschätzen zu können. Nun erst führst du die erwarteten Leistungen mit deinen dazugehörenden Preisen auf.

Erhältst du aufgrund deiner Werbemaßnahmen Anfragen, kannst du dich zu den erfolgreichen Fotografen zählen. Nichts ist jedoch unerfreulicher, als unpersönliche Serienmails zu erhalten, in denen auch noch dein Name fehlerhaft geschrieben ist. Auf diese E-Mails antworte ich nur kurz.

In der heutigen Zeit werden vom Auftraggeber vorwiegend digitale Dateien erwartet. Die Zeit, mit unzähligen Abzügen sein Geld zu verdienen, ist vorbei. Früher hat der klassische Fotograf mit einem niedrigen Grundpreis gearbeitet und später die Abzüge für 10 Euro einzeln verkauft. Daher muss deine Preisgestaltung diesen Wandel entsprechend berücksichtigen.

Findet der Erstkontakt über den zukünftigen Bräutigam statt, wird wiederholt die Frage nach der Preisreduzierung gestellt. Auch wenn ich mich wiederhole, möchte ich darauf hinweisen, dass du weder Preiszugeständnisse noch Entgegenkommen beim Stundensatz an deine Kundschaft machen darfst! Zum Ausgleich bietest du stattdessen bestimmte Zusatzleistungen aus deinem umfassenden Kostenplan an, wie z.B. Anzahl an Abzügen erhöhen. Beim Feilschen um einen niedrigeren Stundenlohn machst du dich lediglich unglaubwürdig.

Baustelle Preisliste
Jeder Fotograf ist mit den alltäglichen Dingen beschäftigt. Er verbessert ständig seinen Internet-Auftritt, erweitert seine Ausrüstung, beantwortet die E-Mails. Viel zu selten wird über die bedeutsame Preisgestaltung nachgedacht. Aus der Preisgestaltung größerer Unternehmer ist zu entnehmen:

Vor der Festsetzung der Preise, solltest du dir darüber im Klaren sein, welche Vorstellungen du von deinem Beruf hast. Welche Ziele willst du erreichen, wie häufig möchtest du an den Wochenenden zukünftig eingespannt sein und wie viele Stunden jeweils angespannt arbeiten? Davon hängt die anzusetzende Preisgestaltung ab.

Willst du einen Umsatz von 50.000 Euro im Jahr mit dem fotografischen Begleiten von Hochzeiten erreichen, wirst du bei 50 Hochzeiten im Durchschnitt 1.000 Euro einnehmen müssen. Damit du diese selbstgesteckte, umfangreiche Aufgabe erreichst, solltest du dir einen klar umrissenen, zeitlichen Ablaufplan der Folgearbeiten anlegen. Für ungeduldige Hochzeitspaare gibt es nichts ärgerliches, als auf ausstehende Bilder warten zu müssen, weil du mit der Abwicklung der Hochzeiten in Zugzwang geraten bist (Bilder bearbeiten, DVDs brennen und rausschicken, Abzüge bestellen, online Galerien pflegen usw.).

Sobald deine Ziele klar definiert sind, werden die errechneten Preise festgelegt und zusammen mit dem entsprechenden Leistungskatalog auf deiner Webseite dem Interessenten offengelegt. Davon solltest du gegenüber dem Kunden nicht abrücken!
Das Vorgespräch bei einem Brautpaar verlief zufriedenstellend, ein gegenseitiges Einverständnis schien nach der Aussprache über die Preisfrage erzielt. Trotzdem erhältst du eine unverhoffte Absage. Was könnte die Ursache sein?

Häufig liegt es an den Preis-Leistung-Paketen oder der verwirrenden Gestaltung der Preise und ihren unübersichtlichen Produkten, die dem überforderten Brautpaar nicht zugesagt haben. Für die Paare bedeutet die Planung der Hochzeit neben dem Beruf und den alltäglichen Aufgaben, viel Zeit zu investieren. In dieser wichtigen Phase sind Paare für eine „einfache“ Entscheidung dankbar. Daher sind einige Tipps zu beachten:

  • Du musst kompetent und hilfsbereit auftreten!

  • Stelle einfach zu verstehende Produkte zusammen!

  • Verwende ungerade Anzahlen von Angeboten, es erleichtert die Wahl (die natürliche Mitte)!

  • Reduziere mögliche Optionen! Weniger ist mehr (fördert die Entscheidung).

  • Zeige dem Brautpaar nicht alle verfügbaren Preise (verwirrt nur)!

Grundsätzliches zum Preis

  • Bieten Fotografen vermeintlich gleiche Leistung an, ist der Preis oft entscheidend. Dein möglicher Erfolg liegt in dieser Situation darin, eine persönliche Beziehung aufzubauen, um Sympathie zu erreichen (bei Anfragen anrufen und nicht einfach eine Preisliste verschicken).

  • Vor dem Preis ist jeweils die entsprechende Leistung zu erläutern. (Brautpaare vergleichen zwangsläufig den gefühlten Wert der angebotenen Leistung mit dem Preis).

  • Bist du „teuer“, tritt der psychologische Effekt auf: „Der muss gut sein!“ Du erhältst Respekt und Vertrauen.

  • Ist etwas „teuer“, beinhaltet es erfahrungsgemäß eine höhere Qualität.

Strukturierte Preisliste
Deine Preisliste muss klar gegliedert, übersichtlich und verständlich sein. Darüber hinaus sind weitere Dinge zu beachten.

Pauschalpreis mit privaten Rechten für die Bilder
Die Brautpaare erhalten von mir grundsätzlich die Nutzungsrechte für Ihre Bilder, weil sie mich bezahlt haben, ihre Hochzeit zu fotografieren. Im Gegensatz dazu, versuchen Fotografen über Shop Lösungen einzelne Bilder zu verkaufen oder an weiteren Abzügen zu verdienen. Aus den Facebook Profilen der Gäste ersehe ich, dass meine Bilder weitergereicht werden und somit der Werbeeffekt für mich wesentlich höher ausfällt, auch wenn mein Name nicht vermerkt ist. Ist jemand an mir und meiner Arbeit interessiert, erkundigt er sich beim Brautpaar nach meiner Adresse.

Jedes Produkt hat seinen Preis
Für jeden Kunden lege ich eine Excel Tabelle an und weiß am Ende der Zusammenarbeit genau, wie viele Stunden ich für den Auftrag verwendet habe, nebst Kosten für gefahrene Kilometer, Abzüge und Versandmaterial usw. Diese Vorgehensweise ermöglicht, genau zu errechnen, wie teuer das einzelne Produkt sein muss und welchen Umsatz ich damit erziele. erfahre ich dann auch, wie viel Selbstverständlich ist auch der Gewinn der einzelnen Pakete aus dieser einfachen Kalkulation zu ermitteln. Diese Rechenbeispiele verbieten sich vor dem Kunden!

Wie ist die Struktur und was möchte man damit erreichen
Hast du den Gewinn einzelner Produkte ermittelt, solltest du ausgewählte Produkte gezielt „bewerben“ beim Aufbau deiner Preisliste entsprechende Leistungen attraktiv gestalten.

Nie den Stundenpreis, nur die Produkte anpassen
Ich vertrete die Meinung, dass man an seinen Stundenpreisen festhalten sollte. Mit einem Kollegen aus Hamburg kamen ich auf das Thema Stundenpreise zu sprechen. Er verlangt 1.700 Euro für 10 Stunden und schlägt für weitere vier Stunden 300 Euro drauf. Auf meine Frage hin, warum er sich seinen Stundenpreis so „versaut“, antwortete er, dass er das Maximum aus jedem Auftrag herausholen will. Ich erhalte momentan 180 Euro pro Stunde und bin froh, vor Mitternacht von einer Hochzeit nach Haus fahren zu können. Buchen mich Brautpaare für zusätzliche Stunden, berechne ich die gebräuchlichen 180 Euro je weitere Stunde, lasse mit mir aber über weitere Leistungen reden. Die einfachste Lösung besteht darin, weitere Abzüge in Aussicht zu stellen, denn die Kosten hierfür sind gering, machen die weiteren bezahlten Stunden für das Brautpaar dennoch attraktiv.

Welche Preise sind realisierbar? Gibt es Kunden in meiner Region, die meine Preise zahlen?
Anfänglich überlegte ich, welche Preise in meiner Umgebung realisierbar sind. Wo stehe ich unter den Fotografen und wie sieht meine eigene Leistung im Vergleich zu den Mitbewerbern aus. Dies war grundsätzlich der falsche Weg, seine Preise zu definieren.

Zwei Ansätze schlage ich vor:

Die erste Möglichkeit besteht darin, von Anfang an hoch zu pokern und eher weniger Hochzeiten zu „hohen“ Preisen zu fotografieren.

Die zweite Möglichkeit ist, die erste Zeit viele Hochzeiten zu niedrigen, später weniger zu höheren Preisen zu fotografieren.

Mike Larson oder David Jay machten es vor. Sie fotografierten am Anfang zwischen 40-60 Hochzeiten und schufen sich dadurch einen Namen. Sie sammelten Erfahrung und wurden weiterempfohlen. Somit konnten sie nach und nach höhere Preise nehmen.

In dem Stundensatz von 180 Euro sind verschiedene Leistungen enthalten. Trotz der steigenden Preise pro Jahr/pro Stunde, werden die Kunden zwar weniger, aber der Umsatz pro Hochzeit höher.

Schöne Absagen sind: „Wir haben einen bekannten gefunden, der unsere Hochzeit fotografiert“, oder „uns sind die Bilder nicht so viel wert“. In beiden Fällen bin ich froh, dass ich deren Hochzeit nicht fotografieren muß. Deren Freunde verfügen häufig über die gleichen finanziellen Mittel und die Anerkennung der eigenen Arbeit wird in beiden Aussagen eher gering eingeschätzt.

Preisliste richtig präsentieren

Ein großes Paket schnüren
Arbeitet ihr bereits mit Paketpreisen, baut ein Paket mit allen Leistungen, die ihr anbietet. Mit diesem teuren Paket startet Ihr. Dieses Paket soll natürlich nicht vom Kunden genommen werden. Es bietet einem die Möglichkeit alle Leistungen, die man anbietet zu erläutern. Psychologisch ist es optimal für uns, da wir wissen, dass wir für dieses Paket ein „Nein“ kassieren und sind somit nicht enttäuscht.

Preislisten nicht wahllos rausgeben! Ich gebe grundsätzlich keine Preislisten raus. Weiterhin schreibe ich auch keine Angebote, da mir die Zeit dafür zu schade ist. Vielmehr greife ich zum Hörer und spreche mit der Braut meine Leistungen und meine Details durch. Zusätzlich nenne ich meinen Stundenpreis. Falls es für das Brautpaar noch interessant ist, melden sie sich.

Pakete + A la Carte Preise
Neben den verschiedenen Paketen, die ihr anbietet, könnt ihr zusätzlich mit einer A la Carte Preisliste arbeiten. Entscheidet sich das Brautpaar für einen Paketpreis, kann man daran verschiedene Bedingungen knüpfen (z.B. Vorkasse). Entscheidet sich das Brautpaar für die A la Carte Preisliste, liegen die Preise z.B. 15% höher als im Vergleich zum Paketpreis.

Regelmäßige Preiserhöhung
In regelmäßigen Abständen die Preise leicht erhöhen oder die Leistung bei gleichem Preis reduzieren. Das sorgt dafür, dass Empfehlungen merken, dass man teurer geworden ist und es sich leisten kann.

Warum man keine Preise auf die Homepage packen sollte?
Der einfache Grund ist der, warum ich keine komplette Preisliste auf meiner Homepage präsentiere ist der, dass die Brautpaare mich nicht anhand des Preises vergleichen sollen. Hinter der Preisliste kann ich nur schwer mich als Person und meine Umfangreichen Leistungen vorbringen.

Nun komme ich zu den Vor- und Nachteilen

Die Preisliste auf die Homepage setzen | Die Vorteile
Ihr erhaltet weniger Anfragen und habt somit weniger Arbeit mit dem Beantworten der E-Mails/Anrufe. Die Anfragen, die ihr erhaltet, können euch leisten.

Wenn Ihr den Preis auf der Webseite habt | Die Nachteile

  • Man verpasst einige Kunden, die man mit seiner Leistunge nicht überzeugen konnte, da sie vorher schon abspringen

  • Ihr seid so günstig, dass Brautpaare nach einem Haken suchen oder der Meinung sind, dass wir bei dem geringen Preis schlecht sind

  • Leider habt ihr auch nicht die Möglichkeit etwas mehr Geld als ihr Budget auszuhandeln. Jedes Jahr habe ich einige Paare, die mir schreiben, dass ich ihr Budget bei weitem überschritten habe, ich es ihnen aber Wert bin, dass ich ihre Hochzeit fotografiere.

  • Ihr erhaltet nicht die Möglichkeit mit dem Brautpaar zu sprechen und vielleicht andere Fotografen zu vermitteln und somit positiv im Hinterkopf des Brautpaares zu bleiben.

Wofür eine Preisliste, wenn man sie nicht rausschickt?
Die Preisliste ermöglicht uns, die Preise zu erzielen, die wir möchten. Sie ist für unsere Planung da, wenn wir Umsatzziele verfolgen. Brautpaare diskutieren weniger, da der Preis geschrieben steht

Arbeiten mit Paketpreisen
Es gibt verschiedene Arten einem Kunden die Preise für die eigene Leistung zu präsentieren. Möchte ihr mit Paketpreisen arbeiten, solltet ihr mit dem teuersten Paket in eurer Preisliste starten. Dieses Paket enthält alle Leistungen die man anzubieten hat. Dieses Paket kann man neu Erfinden und einfach vor die bestehenden Pakete setzen.

Erfahrungsgemäß lehnen die Kunden dieses Paket ab, da es „natürlich“ viel zu teuer ist. Da man ungern ein „Nein“ kassiert, ist dieses „Nein“ bei diesem Paket psychologisch sinnvoll. Man kann mit einem Lächeln gegenüber dem Kunden reagieren und einfach fragen, warum sie es nicht nehmen wollen. Die Reaktionen fallen bei den Kunden häufig sehr lustig aus und lockern von Anfang an das Gespräch auf. Ich erläutere dann, dass dieses Paket einfach alles enthält und wir bei diesem Paket ALLE meine Leistungen durchsprechen können. Danach wechselt ihr zum nächsten günstigeren Paket usw. Wenn ihr Fotoalben verkaufen möchtet, könnt ihr entsprechendes Paket mit verschiedenen Fotobuch Varianten ausstatten. Ich habe in Form einer komplexen Excel Tabelle ein Beispiel für die Kalkulation von Alben/Zeit, Stunden auf der Hochzeit, Nachbearbeitung usw. ausgearbeitet und steht zum Download bereit. Natürlich können die Kunden auch über die A la Carte Preisliste die einzelnen Leistungen buchen. In der Summe sind die Leistungen dann natürlich teurer, als der Paketpreis. Wenn Ihr das Brautpaar animieren wollt, nach der Hochzeit weiter einzukaufen, legt eine Vorkasse des Gesamtpreises bis zum Hochzeitstag fest. Somit können die Brautpaare von Prozenten profitieren. Psychologisch steht die große Summe des Paketpreises nicht mehr im Vordergrund, da dieser bereits bezahlt wurde. Sie kaufen eher weitere Produkte.

Eine weitere Methode ist es, dem Kunden ein bestimmtes Angebot(Paket) schmackhaft zu machen.
Etwas zur Psychologie unserer Kunden. Ziel ist es, dass der Kunde einen „Wert“ zu einem bestehen Produkt/Paket erhält. Um das zu veranschaulichen, gebe ich dieses Beispiel:

Wir haben drei Pakete. Das erste Paket kostet 500 Euro, das zweite Paket kostet 1000 Euro. Das dritte Paket ist nicht unwesentlich teurer als das zweite, enthält jedoch alle Leistungen aus dem ersten und dem zweiten Paket. Automatisch rechnet der Kunde und entscheidet sich für das dritte Paket. Was ist passiert? Das Brautpaar entscheidet nun weniger, ob die Gesamtsumme zu hoch ist, sondern vielmehr, dass es was verpassen oder verschenken würde, wenn es die Kombination aus beiden Paketen nicht nehmen würde. Der Preis für das zweite Paket ist natürlich bewußt höher angesetzt worden und die Differenz zum dritten bewußt gering gehalten. Das Brautpaar rechnet, 500 Euro + 1000 Euro= 1500 Euro. Das dritte Paket kostet jedoch 1200 Euro und gibt dem Kunden das Gefühl des Angebotes, 300 Euro zu sparen.

Die dritte Variante ist die, dass man mit Mindesbuchungszeiten und Stundensätzen arbeitet.

Arbeiten mit Stundenpreisen
Ich arbeite momentan mit Stundenpreisen. Meine Stundenpreise enthalten alle Leistungen, aber die Brautpaare müssen mich für mindestens 10-14 Stunden buchen. Merke ich, dass ich an ihr Limit komme, biete ich zusätzliche Leistungen an (z.B. Abzüge). Somit locke ich das Maximum aus einem Auftrag raus.

Kontaktaufnahme

Typischer Ablauf einer Hochzeitsanfrage
Nicht zu glauben, aber 95% der Anfragen erhalte ich über den Verfügbarkeitskalender auf meiner Webseite. Die Paare suchen ihr geplantes Hochzeitsdatum in meinem Kalender auf und erfahren sofort, ob dieser Zeitpunkt noch nicht vergeben ist. Kann der Termin gebucht werden, erhalten sie umgehend die Meldung: „Gratulation, Ihr Hochzeitstermin ist noch verfügbar“. Die Hochzeitspaare werden gebeten, Ihre Daten in ein Formular einzugeben, das möglichst wenige Felder enthalten sollte, um nicht abschreckend zu wirken. Die Anfrage erreicht mich als E-Mail.

Update: Aktuell habe ich den Verfügbarkeitskalender entfernt. Die Kunden stellen direkt die Anfrage über das Kontaktformular meiner Homepage. Ich habe dadurch einen Mehraufwand, weil ich die E-Mails beantworten muss, kann aber auf befreundete Hochzeitsfotografen hinweisen, die mich ebenfalls empfehlen.

Wie geht es nun weiter?

Falls ich nicht unverzüglich zurückrufen kann, beantworte ich die E-Mail kurzerhand: „Vielen Dank, leider bin ich gegenwärtig unterwegs/beim Shooting, melde mich umgehend bei Ihnen; gesendet vom Smartphone x“. Auf diese Art kann ich mich kurz fassen und vermittele den Kunden das Gefühl, sie wichtig zu nehmen und die Nachricht tatsächlich zwischendurch geschrieben zu haben (vom Smartphone gesendet).
Ist es mir möglich, rufe ich sofort beim Anfragenden an, weil der das Formular höchstwahrscheinlich in seiner Freizeit ausgefüllt hat.

Warum anrufen?

Die meisten Fotografen reagieren auf eine Anfrage mit dem Verschicken ihrer Preisliste oder ihrer Standard E-Mail mit weiteren Fragen. Somit unterscheide ich mich von anderen Fotografen, und die Brautpaare fangen nicht an, die erhaltenen Preislisten zu vergleichen. Im Gespräch mit dem Brautpaar erfahre ich weitere wichtige Einzelheiten über die geplante Hochzeit, der Gesprächspartner erhält für meine Leistungen ungefähre Preise, jede Seite bekommt einen Eindruck von der anderen und – ich bleibe im Gedächtnis! Diese Vorgehensweise hat zur Folge, dass bei einem späteren persönlichen Treffen lediglich die Details zu klären sind.

Reaktion auf eine E-Mail

Sehr geehrte Frau x, sehr geehrter Herr x,

vielen Dank für Ihre freundliche Anfrage! Ich habe bislang an dem von Ihnen genannten Datum, den xx.xx.xxxx, noch keine verbindlichen Verpflichtungen. Deshalb schlage ich vor, sich in einem ersten, kostenlosen Gespräch persönlich kennen zu lernen und den geplanten Ablauf Ihrer im nächsten Jahr anstehenden Hochzeit und Ihre besonderen Wünsche und Vorstellungen an meine Person als Fotograf zu besprechen.
Ich versichere Ihnen, Ihre hohen Erwartungen an mich als engagierten Hochzeitsfotograf in allen Belangen zu erfüllen und dieses besondere Ereignis in Ihrem Leben mit seinen bewegenden Momenten in einmalig eindrucksvollen Bildern zu Ihrer zukünftigen Freude festzuhalten.
Zu welcher Zeit darf ich Sie heute Abend anrufen, um mit Ihnen einen persönlichen Termin zu vereinbaren?

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hochzeitsfotograf
Vor- und Nachname

Treffpunkt vorschlagen

Sehr geehrte Frau X,

da ich an diesem Tag in Hamburg einen? (noch keinen!) Termin habe, würde mir ein persönliches Treffen in der Stadt sehr gut passen.
Was halten Sie vom Alex an der Alster als Treffpunkt? Oder haben Sie einen Alternativvorschlag? Innerhalb Hamburgs bin ich flexibel.
Ihnen noch einen angenehmen Tag und bis morgen verbleibe ich (Uhrzeit eintragen!)

mit lieben Grüßen

Ihr Hochzeitsfotograf
Vor- und Nachname

Termin vorschlagen nach einem Telefonat

Hallo Frau X,

vielen Dank für das freundliche Gespräch.
Folgende Termine kann ich Ihnen vorschlagen: Do., den 9.12. um 20 Uhr oder am Mo., den 13.12 um 20 Uhr.
Ich hoffe, dass Ihnen ein Termin zusagt.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Zukünftigen einen angenehmen Abend.

Ihr Hochzeitsfotograf
Vor- und Nachname

Absage nach einem Telefonat
Ersucht der Mann das Gespräch, das zeigt die Erfahrung, möchte er um die Entlohnung feilschen. Da der Preis, nicht die zusätzlichen Leistungen!, für mich nicht zur Diskussion steht, gelange ich einige Male im Jahr in die Situation, eine Anfrage bereits am Anfang der Verhandlung absagen zu müssen.

Sehr geehrter Herr xxx,

als verantwortungsbewusster Fotograf möchte ich zu diesem bedeutenden Anlass und einzigartigem Erlebnis die feierliche Stimmung und die glückliche Ausstrahlung des Brautpaares im Bild einfangen und die bewegenden Momente als unvergessliches Erlebnis für die Zukunft festhalten. Diese fotografische Leistung stellt ein Spiegelbild meines Könnens dar und ist ein Aushängeschild für weitere Interessenten. Bedingung für eine zufriedenstellende Durchführung der gewünschten Arbeit ist ein vertrauensvolles Miteinander zwischen beiden Vertragspartnern, die „Chemie“ muss stimmen. Diese Aufgabe kann nur durch Professionalität und Qualität gelingen, die zwangsläufig einen angemessenen Preis erfordern.
Da ich diese erforderlichen Voraussetzungen in unserem heutigen Telefonat nicht vorgefunden habe, bitte ich Sie, mich von Ihrer Liste infrage kommender Fotografen zu streichen.

Mit freundlichen Grüßen
Vor- und Nachname

Zusendung des Vertrages bei schriftlicher Bestätigung

Hallo XX, hallo xx,

vielen Dank für die bejahende Rückantwort. Über Eure vertrauensvolle Entscheidung freue ich mich sehr.
Den Vertrag lasse ich Euch umgehend zu kommen. Als Anlage erhaltet Ihr den zur Unterschrift vorbereiteten Vertrag. (Eine unterzeichnete Ausfertigung schickt mir bitte bis zum … an obige Anschrift zurück)

Ich wünsche Euch eine geruhsame Weihnachtszeit.

Euer Hochzeitsfotograf
Vor- und Nachname

Vertrag fehlt nach mündlicher Zusage

Hallo X, hallo X,

über Eure vertrauensvolle Entscheidung, mich als Euren Hochzeitsfotografen zu verpflichten, habe ich mich sehr gefreut.
Den erforderlichen Vertrag hatte ich Euch am … per Mail zugeschickt. Wenn Ihr diesbezüglich keine weiteren Fragen an mich habt, schickt mir bitte den Vertrag unterschrieben zurück, um meine Unterlagen zu vervollständigen. Vielen Dank im Voraus.

Eine angenehme Adventszeit wünscht,
verbunden mit lieben Grüßen

Euer Hochzeitsfotograf
Vornamen

Das Telefonat mit dem Brautpaar

Erstkontakt / Telefonat

Es ist wichtig von Anfang an mit dem Kunden eine persönliche Bindung aufzubauen.
Vorteil:

  • Du hörst die Stimme vom Kunden

  • Du bleibst im Gedächtnis des Kunden

  • Der Kunde hat das Gefühl Wichtigkeit

  • Ein Anruf klärt offene Fragen oder Bedenken des Kunden

  • Geschäftliche Themen werden im Vorfeld angesprochen

Fünf wichtige Schritte:

  1. Am Telefon lächeln – Kunden empfinden Freundlichkeit am Telefon.

  2. Kunden stellen sich gerne dar, möchten erzählen. Deshalb ein guter Zuhörer sein, Interesse zeigen, Einzelheiten speichern, vertraute Stimmung schaffen!

  3. Geschickte Gesprächsführung. Eine Liste mit spezifischen Fragen erstellen, um die Richtung vorzugeben, damit sich das Telefonat nicht nur auf „wie teuer“, „wie lange“ und Ähnliches beschränkt. „Erzählen Sie mir von Ihrer Hochzeit? Wie stellen sie sich den Ablauf vor? Anzahl der Gäste?“ Näheres über die Kirche und die Lokalität erfragen! „Was erwarten sie von meiner Arbeit?“ usw.

  4. Der kürzeste Part sollte sein, die eigene Arbeit vorzustellen. Geschichten erzählen, die Brautpaare gerne hören. Deinen Bildern auf der Webseite eine Romanzen anhängen, Umstände beleuchten. Erst zum Schluss über Geld sprechen.

  5. Closen – Auf die abschließende Reaktion warten, Zeit lassen zum Nachdenken, ob sie uns als Hochzeitsfotografen buchen möchten. Ja, Nein oder vielleicht. Ja – Perfekt. Nein – Welches Entgegenkommen kehrt diese Entscheidung um. Vielleicht – Wie kann ich mögliche Bedenken ausräumen? Fällen Brautpaare ihre ablehnende Entscheidung spontan, kann mit einem Vorshooting oder einem Photobooth noch gepunktet werden.

    Am Telefon stecke ich dem Kunden bereits den ungefähren Kostenrahmen ab, damit er zum ersten persönlichen Treffen vorbereitet ist und lediglich Einzelheiten zu klären sind.

Du oder Sie?
Diese Frage wird mir recht häufig gestellt. Beim ersten Telefongespräch über meine Geschäftsbedingungen, bleibe ich beim Sie. Während des ersten Treffens versuche ich möglichst schnell das Du anzubieten, sobald die Atmosphäre sich als locker erweist. Viele Kunden reagieren bejahend, da ein Gespräch sogleich persönlicher verläuft, ein Gefühl des längeren Kennens und der Vertraulichkeit entsteht.

Das Treffen

Du hast es geschafft! Du gehörst zu den gesuchten Hochzeitsfotografen, welche die nächste Runde erreicht haben. Aufgrund deiner gelungenen Webseite und deiner sehenswerten Fotos haben Hochzeitspaare dich unter einer Vielzahl von Hochzeitsfotografen ausgewählt. Nun geht es darum, dich als ansprechende Person vorzustellen und deine fachmännische Sichtweise dem Kunden zu unterbreiten.

Grundsätzlich ziehe ich ein Treffen beim Kunden vor, um mir ein umfassendes Bild von ihm zu machen. Wird beim Telefonat gezögert, schlage ich eine gemütliche Lokalität vor. Zu den Getränken lade ich ein! Diese Lösung ist zweckmäßig, solange du kein repräsentatives Büro anbieten kannst.

Den Besuch zu Hause biete ich an, um dem Kunden in seiner vertrauten Umgebung so wenige Umstände wie möglich zu bereiten. Ich erkenne schnell dessen Geschmack, welcher Freizeitbeschäftigung er nachgeht und welchen Stellenwert Bilder besitzen. Sehe ich eine leere Wand, gebe ich schmunzelnd von mir: „Dort ist noch Platz für die Hochzeitsfotos!“

Das erste Treffen zum persönlichen Kennenlernen verpflichtet das Brautpaar zu nichts. Die Absprungrate nach dieser Begegnung durch eine nachträgliche Absage liegt bei mir bei 1:35.

Auf keinen Fall darfst du zu dieser Verabredung zu spät erscheinen! Plane also für den Hinweg ausreichend Zeit ein. Warte lieber im Auto und bereite dich auf das Gespräch vor.

Selbstverständlich muss deine Erscheinung gepflegt wirken. Auf adrette Kleidung, blanke Schuhe ohne schiefe Absätze und farblich passende Strümpfe ist Wert zu legen. Gepflegte Hände nebst Fingernägeln, geputzte Zähne finden Beachtung!

„Der erste Eindruck zählt und es gibt keinen zweiten Versuch!“

Nach der Begrüßung biete ich als ersten Schritt das Du an, weil es für eine lockere Atmosphäre sorgt.

Haben wir Platz genommen, lege ich zum Einstieg Ipad und Fotoalbum vor, frage nach dem Grund ihrer Entscheidung für meine Person. Über mein Kontaktformular erhalte ich häufig schon erste Informationen, ob ein früheres Kennenlernen, eine Empfehlung und/oder meine Bilder Anlass für meine Wahl sind.

Fragen stellen!

Damit ein Gespräch geordneter abläuft, habe ich einen Gesprächsleitfaden entwickelt.

  • Wie habt Ihr euch kennengelernt?

  • Was verbindet euch?

  • Welche Hobbies hat das Brautpaar? (Ideen einfließen lassen)

  • Warum wollt ihr heiraten?

  • Wie sollen eure Freunde später jemandem, der nicht auf der Hochzeit war, den Tag beschreiben?

  • Wie ist der zeitliche Ablauf der Hochzeit? Dies ist wichtig, um stets zu wissen, was als nächstes folgt! (Vorbereitung,Trauung,Empfang,Portrait-Shooting,Abendveranstaltung (Fest/Reden/Tanz/Torte)

  • Wann und wo soll ich auf der Hochzeit erscheinen?

  • Unkonventionelle oder eher klassische Aufnahmen?

  • Wie reagiert das Brautpaar auf SW – oder Sepia Aufnahmen?

  • Wer ist mein Ansprechpartner am bewussten Tag? Namen von den Trauzeugen / Freunden.

  • Wie wird die Braut in die Kirche gehen? Vom Vater oder Bruder geführt, mit dem Bräutigam

  • Darf in der Kirche fotografiert werden?

  • Welche Pausenregelung gibt es? Wo darf ich sitzen?

Dieses erste persönliche Gespräch ist entscheidend für das gegenseitige Verhältnis bei eurer nächsten Begegnung: zurückhaltend oder freundschaftlich.

Fakten
Welche Faktoren beeinflussen , was vom Gesagten beim Zuhörer ankommt?

  • 55% Körpersprache

  • 38% Beabsichtigter Einsatz der Stimme

  • 7% Vokabular (wird aber als einziges bewusst wahrgenommen)

Körpersprache

Kunden spiegeln
Damit bezeichne ich Körperhaltung und Bewegungen, die ich vom Kunden spiegele. Greift der Kunde zum Getränk, tue ich es ihm gleich. Somit erzeuge ich automatisch eine gewisse Sympathie. Genauso merke ich, wenn die Kunden mir „folgen“.

Armhaltung
Niemals Hände oder Arme vorm Körper verschränken! Es vermittelt den Eindruck, dass du deinem Gegenüber eine Abwehrhaltung einnimmst. Verhält sich der Kunde auf diese Art und Weise, solltest du deine Gesprächsführung ändern!

Augenkontakt zwischen dem Paar
Wer hat das Sagen? Wer führt das Gespräch? Welche Stimme zählt mehr? Für dich gelegentlich entscheidend, wenn du Überzeugungsarbeit leisten musst!

Vokabular

Kosten/Preis
Ein Brautpaar kauft mein professionelles Können, meine Kreativität, meinen Ideenreichtum und den Spürsinn für den rechten Augenblick. Daher vermeide ich die Wörter Preis oder Kosten im Zusammenhang mit Bildern und Fotos. Sie dürfen nicht den falschen Eindruck gewinnen, lediglich ein beliebiges Produkt einzukaufen. Sie investieren in den ausgewählten Fachmann, dessen künstlerisches Werk eine Besonderheit darstellt. Seine einzigartigen Bilder halten gefühlvolle Momente, Gemütsbewegungen, große Ereignisse für die Zukunft fest, die auch in der nachfolgenden Zeit außerordentliche Gefühle wecken werden. Diese einmaligen Fotos können nie „zu teuer „ sein!

Foto/Bild
Sprich deshalb eher von Erinnerungen/Portraitaufnahmen, die eine Geschichte erzählen. Die Begriffe Foto und Bild werden zu häufig verwendet und verwässern somit ihre ihnen zustehende Wertigkeit durch die Medien.

Rabatt oder Angebot
In der Preisverhandlung von Rabatt zu sprechen, mindert die Wertigkeit deiner Arbeit. Um in Augenhöhe mit dem Kunden zu bleiben, unterbreite ihm stattdessen ein „vorteilhaftes“ Angebot, das den Kunden verlockt, einzuwilligen.

Psychologie des Verkaufs

Die unsichtbare Mauer beseitigen
Am Anfang steht eine unsichtbare Mauer zwischen dem Kunden und dir. Ob am Telefon oder im persönlichen Gegenüber gilt es, diese Schranke schnellstens zu beseitigen. Umso wichtiger ist der Faktor Empfehlung oder „sich bereits kennen“ von anderen Hochzeiten.

Wer fragt bleibt
Wer fragt, gewinnt. Durch Fragen bestimmen Sie den Weg des Gesprächs. Zuhören, zuhören und zuhören Die Kunst des Zuhörens. Wer zuhört kann den Gegenüber besser verstehen und auf einzelne Hinweise besser eingehen.

Fragen beantworten, bevor sie gestellt werden
Bevor der Kunde nach dem Preis fragt, solltest du diesen in Zusammenhang mit deiner entsprechenden Leistung genannt haben.

Neugier wecken
Am Telefon oder per E-Mail gefragt, nennst du einen niedrigen, ungefähren Preis, da du den genauen, von dir erwarteten Leistungsumfang noch nicht abschätzen kannst. Interesse wecken ist zu diesem Zeitpunkt die alles entscheidende Aufgabe. Davon ist es abhängig, ob du weiter in der Auswahl vorrückst.

Selbstbewusst sein
Sei überzeugt von deinem Können!

Mit welchem Produkt starten
Beginne mit deinen erstklassigen Produkten!

Individualisierung des Kunden
Zeige dem Kunden Möglichkeiten auf, ihm ein individuelles Angebot zu unterbreiten. Das wirkt positiv. Schnüre ihm ein auf seine Wünsche zugeschnittenes Leistungspaket, das können z.B. besondere Abzüge oder ein ausgefallener Bildrahmen sein.

Wie präsentieren
Starte mit deinem hervorragendsten Bild, beende die Darbietung mit einem erstklassigen, dazwischen glänze mit anerkannten Bildern. Ich präsentiere meine Bilder beim Kunden mit einem Ipad.

Wie viel Informationen
Gib so lange Informationen preis, bis der Kunden überzeugt ist.

Einfach zu verstehende Preisliste
Preise müssen klar strukturiert und nachvollziehbar sein. Kleinigkeiten werden zu einem Gesamtpreis zusammengefasst.

Sein Geld wert sein
Der Kunde bewertet dich danach, ob du sein Geld wert bist. Versprich die vom Kunden erwarteten Leistungen, so wird er mit dir zusammenarbeiten.

Was zeichnet mich aus
Verdeutliche deine Vorzüge, die du gegenüber anderen Fotografen besitzt, und sprich die sich ergebenden Vorteile für den Kunde an.

Vieles Jas = Ja
Viele kleine Jas führen zu einem große Ja. Gib dem Kunden zahlreiche Möglichkeiten, ja zu sagen!

Einwand entkräften
Entkräfte mögliche Einwände des Kunden, bevor sie geäußert werden!

Keinen Druck ausüben
Dränge den Kunden zu keiner Entscheidung! Druck erzeugt Gegendruck.

Gespräch steuern
Zeige dem Kunden Auswahlmöglichkeit auf, schlage ihm Entscheidungshilfen vor! Somit steuerst du die Unterredung, ohne dem Kunden das Gefühl der Gesprächsleitung zu vermitteln.

Alle Fakten nennen
Lege vor der Vertragsunterzeichnung die Fakten ausnahmslos auf den Tisch.

Nach Unterschrift oder Zusage
Sobald die Unterschrift geleistet ist, beende das Verkaufsgespräch! Tausche dich über Hobby oder Beruf aus, vermeide die Themen Sport, Politik und Frauen!

Der Vertrag

Da ich selber kein Jurist bin, kann ich dir keine rechtsverbindliche Vorlage bereitstellen. Folgende Aspekte sollten bedacht werden.

Warum überhaupt einen Vertrag?
Ich bin kein großer Freund von Verträgen. Treten Probleme auf, ist dein Recht nur mit großem Aufwand einzufordern. Dennoch bedeutet er ein kleines Druckmittel für dich und gibt Sicherheit für die Brautpaare. Ich nutze den Vertrag, um die mündlich Vereinbarungen festzuhalten. Häufig werde ich ein Jahr im Voraus gebucht, so dass es mir kaum möglich ist, mich an das mündlich Besprochene zu erinnern.

Welche Inhalte?
Im Vertrag regele ich folgende Inhalte:

• Datum
• Ort
• Start
• Leistungsumfang (Stunden, Abzüge, usw.)

Welche restlichen Inhalte solltest du beachten?
In meinen Verträgen weise ich auf zwei wesentliche Umstände hin:

  • Sollte aufgrund höherer Gewalt es mir nicht möglich sein, den Auftrag zu erfüllen, verzichte ich auf meine Bezahlung.

  • Sollte aufgrund höherer Gewalt (z.B. Todesfall) die Hochzeit nicht stattfinden, verzichte ich ebenfalls auf meine Bezahlung.

Weitere Hinweise:

  • Nutzungsrecht für die Eigenwerbung (z.B. Facebook, Homepage)

  • Nutzungsumfang für das Brautpaar

  • Mitwirkungspflichten des Kunden (Zeit fürs Portraitshooting einplanen)

  • Gestaltungsspielraum der Aufnahmen/Arbeit (Die Kunden erhalten meine Sichtweise und meinen Bearbeitungsstil)

  • Haftung des Fotografen bei Ausfall

  • Anzahlung

  • Wann ist welche Summe fällig

  • Gerichtsstand

Vorshooting / Engagement Shooting

Locationcheck und Probeshooting
Mein Portraitshooting am Tag der Hochzeit dauert nie länger als eine Stunde. Grundsätzlich erkunde ich vorher die Location und stelle ein Konzept auf, wo und wie die beabsichtigten Fotos in der kurzen Zeit gelingen.

Ich bemühe mich, vier bis fünf geeignete Plätze zu entdecken, Parks, Felder, Brücken, Tunnel oder interessante Texturen, die geeignete Hintergründe oder Linienführungen aufweisen. Der Hintergrund sollte grundsätzlich dunkler sein und wenige Einzelheiten enthalten, um dem Paar nicht die Aufmerksamkeit zu entziehen. Ich habe mir verschiedene Verhaltensweisen ausgedacht, die Gemütsbewegungen zwischen dem Paar widerspiegeln. Z.B. wird der Bräutigam hinter die Braut gestellt, der seiner Braut die Gründe ins Ohr flüstern soll, warum er sie heiraten möchte. Auf diese Weise erhalte ich ungezwungene, natürlich wirkende Bilder, von denen die Paare später begeistert sind. Der Wow Effekt!

Diese Vorgehensweise ist wichtig, um dem Brautpaar von Beginn an ein vertrautes Gefühl zu vermitteln und sich gut aufgehoben zu fühlen. Durch das vorhergehende Probeshooting erhalte ich das nötige Gespür für das Brautpaar und habe vor der Hochzeit eine Vorstellung, welche Fotos gelingen werden. Das Brautpaar spürt bei diesem ungezwungenen Zusammenspiel, was sie am Hochzeitstag erwartet und stellt zufrieden fest, mit mir die richtige Wahl getroffen zu haben.

Zutreffend äußert sich der geschätzte Fotograf Jasmin Star mit den Worten:

„The best photographers don’t wait for a photo, they make the photo.“

Was ich dem Brautpaar stets mit auf den Weg gebe.

  • Während der Reportage nicht in die Kamera schauen und vergessen, dass ich dabei bin!

  • Vermeidet das Kameragrinsen-Gesicht!

  • Lasst auf Eurer Hochzeit die Sau raus, es ist EUER Tag!

Persönliche Beziehung aufbauen
Das Vorshooting ist ein wichtiger Teil in der Hochzeitsfotografie und soll ein weiteres Erlebnis für das Brautpaar sein. Für alle Hochzeiten ab fünf Stunden biete ich gegen einen kleinen Aufpreis ein Vorshooting an, weil es für mich viele Vorteile bietet, u.a. das Brautpaar besser kennenzulernen. Ich lade das Paar zu einem Kaffee ein, lasse sie erzählen, um weitere Informationen über die Personen und seine geplante Hochzeit zu erhalten. Danach breche ich mit ihnen zum lockeren Vorshooting auf. Das hierbei aufgebaute Zutrauen sorgt dafür, dass ich als Vertrauter empfunden werde und nicht als bezahlter Fotograf. In dieser Eigenschaft werde ich am Hochzeitstag den Verwandten und Freunden, zukünftigen Kunden, empfohlen.

Zusammenfassung:

  • Oberes Ziel – Vertrauen aufbauen! Mit dem Kunden gemeinsame Zeit verbringen.

  • Das Brautpaar bringt deiner Person Vertrauen entgegen und empfiehlt dich weiter (beste Werbung).

  • Tolle Erlebnisse vermitteln, und das Brautpaar wird gespannt auf deine Bilder sein. Personen erleben in erster Linie das Shooting. Ist dieses langweilig oder anstrengend gewesen, werden die Bilder ähnlich wahrgenommen.

  • Du als Mensch sollst weiterempfohlen werden, nicht nur deiner Bilder wegen!

  • Leidenschaft für deine Arbeit zeigen.

  • Begeisterung aufrechterhalten und mit Ihnen Zeit verbringen und deren Wünsche erfassen und einbringen.

  • Beziehung vertiefen, damit du auf der Hochzeit von der Braut umarmt wirst und deren Vertrauen genießt. Die Gäste sehen das und vertrauen mir auch. Sie denken, dass ich ein Freund der Familie bin!

  • An Freundschaft und an dem Menschen interessiert sein, Spaß haben und Persönlichkeit zeigen. Nicht verstellen, damit ihr Kunden bekommt, die auch so sind, wie ihr selber seid.

  • Nicht dem Brautpaar vorschreiben, was sie zu tun haben. Situationen schaffen, die sie sich vorstellen können und eine natürliche Haltung einnehmen. Sie entwickeln die Situationen weiter.

  • Häufig mögen Frauen keine Bilder von sich und fühlen sich nicht wohl. Gebt ihnen das Gefühl, dass sie einzigartig und etwas Besonderes sind.

Kleine Dinge, die zu Empfehlungen führen

  • Menschen merken, ob das Interesse an ihnen gespielt oder wirklich echt ist.

  • Bewusst die Sprache verwenden. Wortart variieren, damit das Wort nicht zu verbraucht klingt. Du siehst toll aus, klingt nach dem zehnten Mal nicht mehr glaubwürdig. Es klingt dann nicht echt

  • Sich selber einmal auf Video aufnehmen lassen, Angewohnheiten ablegen

  • Fragt eure Kunden nach der Hochzeit, wie sie die Qualität unserer Arbeit bewerten.

Zeitplanung für die Hochzeit

Damit eine perfekte Zeitplanung vorgenommen werden kann, empfehle ich einen Fragebogen an das Brautpaar zu schicken. Dies bedeutet einen gewissen zeitlichen Aufwand, diesen auszufüllen. Falls es zuvor zu keinem persönlichen Treffen kommt, erachte ich diesen Fragebogen als unerlässlich! Es ist professioneller und im Ernstfall könnte auch ein andere Fotograf die Hochzeit übernehmen und hat alle notwendige Daten von dem Brautpaar.

Ein Auszug aus meinem Fragenkatalog:

Wo finden die Vorbereitungen der Braut am Hochzeitstag statt?

Wo findet Eure Trauung statt? (Ort mit Name und Adresse, Ansprechpartner und E-Mail).

Gibt es bereits jetzt einen Zeitplan, wann Ihr beim Empfang sein müsst/ möchtet?

Möchte Ihr beiden Euch vor der Trauung noch sehen? – Ja – Nein

Mit welchen Personen sollen die Fotos gemacht werden? – Braut und Bräutigam mit den Eltern der Braut – Braut und Bräutigam mit der unmittelbaren Familie der Braut – Braut und Bräutigam mit der unmittelbaren Familie von Braut und Bräutigam – Braut und Bräutigam mit den Eltern des Bräutigams – Braut und Bräutigam mit der unmittelbaren Familie des Bräutigams

Was wird das erste Lied sein, das zum Tanz gespielt wird?

usw.

Als Anlage der Fragenkatalog von Zach und Jody , der kostenfrei auf deren Homepage zur Verfügung gestellt wurde.

Der große Tag

Vorbereitung
Für die Vorbereitung nehme ich mir ausreichend Zeit. Es gibt nichts schlimmeres, als im Auto zu sitzen und zu überlegen, ob ihr alles dabei habe. Daher packe ich meine Tasche immer am Vortag. Eine Checkliste kann euch dabei behilflich sein.
Plant genügend Zeit für die Anfahrt ein. Lieber zu früh, als zu spät bei einer Hochzeit aufschlagen! Sollte ich zu früh dort sein, nutze ich die Zeit für einen Location-Check und gehe den Ablauf der Hochzeit noch einmal durch.
Was ich für wichtig erachte:

  • Ersatznavi (Handy Navigation?)

  • genügend Speicherkarten

  • Batterien / Akkus aufgeladen

  • Kopfschmerztabletten, Tabletten gegen Durchfall dabei haben

  • Vertrag / Ablaufplan der Hochzeit dabei

Kleidung
Ich setze auf schwarze Sportschuhe, Hemd, Sakko und einer strapazierfähigen Hose. Ihr müsst flexibel sein, da ihr den ganzen Tag nur am Laufen seid. Ihr macht Fotos, die direkt über dem Boden und aus luftigen Höhen entstehen. Damit eure Bilder etwas besonders zeigen, müssen Plätze angesteuert werden, die die anderen Gäste nicht betreten haben.

Arbeitsweise in der Reportage
Der Grund meines Erfolges liegt darin, dass ich immer versuche Emotionen und Stimmungen einzufangen. Es geht nicht nur darum den Ablauf zu dokumentieren. Häufig solltet Ihr rechts und links vom Motiv schauen, was da geschieht. Es gibt zwei verschiedene Ansätze für das perfekte Foto. Die eine Möglichkeit ist es, eine Position einzunehmen und auf das perfekte Foto zu warten oder ihr wechselt ständig die Positionen und hofft auf den richtigen Moment. Gerade bei der letzten Variante erzielt ihr viele unterschiedliche Blickwinkel. Was sieht die Braut, was sieht der Bräutigam? Aus deren Sicht müsst Ihr Bilder machen, das sind die Fotos, die sie später an die damalige Situation zurückversetzen können.

Da der Grundablauf bei Hochzeiten fast immer identisch ist, kommt es auf die richtigen Positionen beim Shooting an.
Nutzt Eure Serienbildfunktion, damit ihr die wichtige Momente optimal einfangen könnt. Macht lieber mehr als zu wenige Aufnahmen. Oft habe ich mich geärgert, wenn in dem Moment der Bräutigam gerade die Augen geschlossen hat und das Foto somit unbrauchbar war.

Wichtige Motive
Generell halte ich von einer Liste mit „Must haves“ nicht viel. Es geht um die Emotionen die eingefangen werden müssen und nicht um eine Dokumentation der Hochzeit. Viele Situationen ergeben sich automatisch oder entstehen gar nicht. Bevor ihr euch unter Druck gesetzt fühlt, genau diese Motive zu bekommen, nenne ich nur ein paar Details, die ich als wichtig erachte.

Grundsätzlich

Was macht man bei nicht so tollen Locations?
Eigentlich bietet jede Location ausreichend Möglichkeiten für Portraitaufnahmen. Deine Aufgabe besteht darin, die verschiedenen Räumlichkeiten zu analysieren, um passende Blickwinkel für die Fotos zu finden. Ziel ist es, Bilder zu gestalten, die andere, unbekannte Blickwinkel zeigen. Ist das Brautpaar begeistert und wundert sich über den Entstehungsort der Bilder, hast du alles richtig gemacht. Ich mache mich mit einer unbekannten Location eine halbe bis Stunde zuvor vertraut. Das gibt mir genügend Zeit, mich umzuschauen.

Wie bekommt man Brautpaare dazu, fast alles mitzumachen?
Ein aufschlussreiches Phänomen ist: Je teurer du bist, umso mehr wird mitgearbeitet.

Was tun, wenn die Ideen ausgehen?
Vielleicht hast du am Anfang Bedenken, dass dir die guten Ideen ausgehen. Ein einfacher Trick hilft, indem du reizvolle Motive mit deiner Kamera vorab fotografiert hast. Kommst du in eine Situation, in der du nicht mehr weiter weißt, drehe zum Anfang deiner Karte und schau kurz auf die vorhandenen Motive. Niemand wird auf die Bilder schauen, aber als Sicherheit im Kopf sind sie Gold wert.

Tilt & Shift, Fisheye, extremes Weitwinkel
Um dich von anderen Fotografen zu unterscheiden und um ausgefallenere Bilder zu zeigen, die das Brautpaar nicht schon wiederholt gesehen hat, empfiehlt es sich, Tilt & Shift Objektive, Fisheye oder Weitwinkel Objektive zu verwenden. Startet mit einem günstigen Weitwinkel.

Was man häufig beim Portraitshooting übersieht

  • Lassen den Kopf zu tief hängen, so das der Abstand von Kopf und Armen nicht mehr stimmt

  • Kopf zu weit gedreht, so dass unnötige Falten am Hals entstehen

  • Doppelkinn (geschieht häufig, wenn der Kopf nach hinten geneigt oder zu weit von unten fotografiert wird)

  • Nasenschatten

  • Machen einen Buckel / stehen nicht gerade

  • Hände hängen vorm Körper

  • Handflächen zeigen nach vorn

  • Arme oder Beine werden gequetscht

  • Ellenbogen oder Knie sind überstreckt

  • Augen sind nicht vollständig geöffnet oder werden wegen der Sonne zusammengekniffen

  • Glänzende Haut vom Schweiß (mehr pudern)

  • Schmuck hängt nicht richtig / Brillant vom Ring muss sichtbar sein

  • Ausgebeulte Hosen- oder Jackentaschen

  • Haare im Gesicht, vorm Auge

  • Anzug falsch geknöpft (Zweireiher: werden immer geschlossen! Egal, wie heiß es ist. Zwei-Knopf-Sakko: nur ein Knopf geschlossen, der untere oder der obere. Drei-Knopf-Sakko: beide oberen Knöpfe geschlossen oder nur der mittlere.Vier-Knopf-Sakko: beide mittleren oder die drei oberen Knöpfe geschlossen.Fünf-Knopf-Sakko: alle Knöpfe bis auf den untersten werden zugeknöpft. Frack: wird immer offen getragen.Weste: Alle Knöpfe bis auf den untersten bleiben zu. (von dieser Webseite )

  • Tankstelle offen

  • Träger vom Kleid oder BH sichtbar

  • Tuch in der Brusttasche verschwindet

  • Krawatte zu kurz oder schief

  • Hemdkragen hängt falsch

  • Zu hartes Licht

  • Sonnenbrillen in Gruppenaufnahmen

  • Im Hintergrund stehen noch diverse Sachen (Leiter, Stativ usw.)

Ablauf

Vorbereitung
Ein gelungener Einstieg sind die Vorbereitungen der Braut und des Bräutigams. Greif im Moment der Vorbereitung so wenig wie möglich ein. Redet etwas mit der Braut und erzählt ein paar Geschichten. Die Braut wird dadurch abgelenkt und fühlt sich wohl, da sie ihre Nervosität ablegt. Ich verwende für die räumliche Stimmung mein 16-35mm und mein 24-70mm.

Während der Aufnahmen arbeite ich ohne Blitz und verwende das natürliche direkte Licht. Möchtest du noch Bilder mit der Braut am Fenster erstellen, achte auf einen Mindestabstand von 1,5 Metern, um den Kontrast zu minimieren.

Während die Braut sich vorbereitet, hast du Zeit, die Details zu fotografieren:

  • Brautstrauß

  • Ringe in der Schachtel

  • Schuhe!!

  • Brautkleid (saubere Hände beachten)

Der Endspurt:

  • • Braut schminken

  • • Bräutigam im Bad

  • • Anziehen des Brautkleides

  • • Blick in den Spiegel

  • • Die letzten Sekunden der Braut und des Bräutigams im Zimmer

Um es kurz zu fassen, Details, Details und Details. Fang alles ein, was die Tätigkeiten und das Hochgefühl dieses Zeitraums anbietet.

Trauung Kirche / Standesamt
Jetzt geht es darum, die Anspannungen einzufangen:

  • Sich dem Pastor/Pfarrer/Standesbeamten vorstellen und absprechen, was gestattet ist und von welchen Positionen Aufnahmen gemacht werden dürfen.

  • Kein Blitz benutzen

  • Auslösegeräusch durch den Lärm der anderen Teilnehmer übertönen lassen

Must haves

  • Details des Blumenschmucks

  • Leere Kirche gesamt

  • Details in der Kirche

  • Leere Trau-Stühle des Paares

  • Ankunft der Braut vor der Kirche

  • Braut mit Brautjungfern auf dem Weg in die Kirche

  • Eintritt der Braut in die Kirche

  • Bräutigam auf Braut wartend

  • Gäste / Publikum

  • Pastor begrüßt das Brautpaar

  • Blicke und Gesten zwischen dem Brautpaar

  • Gesamter Innenraum der Kirche mit dem Brautpaar

  • Blumenkinder

  • Ausmarsch aus der Kirche

  • Paar tritt aus der Tür der Kirche

Bei den Gratulationen stehe ich vielfach hinter der Braut und fotografiere die Gäste und deren Gemütsbewegungen, die sie dem Brautpaar entgegenbringen. Recht stupide Aufgabe, hundert Gäste auf diese Art und Weise zu fotografieren, jedoch sind es die Bilder, die sich das Brautpaar häufig wünscht. Wenn du nicht bereits vorher ein Bild von der leeren Kirche gemacht hast, mach es nach den Begrüßungen. Gehört für mich auch zu den Must haves!

Gruppenaufnahmen (Text folgt)

Empfang (Text folgt)

Portrait-Shooting (Text folgt)

Abendveranstaltung (Fest/Reden/Tanz/Torte) (Text folgt)

Abschluss
Zum Ende meiner Buchungszeit frage ich beim Brautpaar an, ob es mich weiterhin benötigt, oder zusätzliche Wünsche hat. Manchmal erkundigt es sich noch, ob ich das eine oder andere fotografiert habe. Dann heißt es Abschied nehmen. Ich umarme Braut und Bräutigam, bringe zum Ausdruck, dass ich eine wundervolle Hochzeit miterlebt habe und es für mich persönlich etwas ganz Besonderes war, an diesem ereignisreichen Tag dabei gewesen zu sein. Dann verabschiede ich mich von den Gästen, mit denen ich während des Abends Gespräche geführt habe oder die mir behilflich waren (z.B. Trauzeugen).

Wichtiges Marketing

  • Laptop aufstellen und Bilder mit Lightroom zeigen

  • Die zusätzlich generierten kleinen jpgs übertragen und in Lightroom 15 – 30 Bilder zeigen

  • Keine Visitenkarte hinzustellen, wäre zu profan und aufdringlich

  • Abzüge von dem Lovestory Shooting zeigen, mit dem Hinweis auf deine Adresse, hier seht ihr mehr Bilder unter www.xyz.com

Nach dem großen Tag

Du beginnst mit dem Überspielen deiner Karten. Hast du das RAW- oder das .jpg-Format verwendet, ist die Übertragungsrate wesentlich höher.

Damit die Spannung anhält und die Gäste bei der Stange gehalten werden, musst du innerhalb von 24 Stunden eine Slideshow mit Bildern vom Hochzeitstag geliefert haben. Ich verwende die Showitweb Software von David Jay . Sie ermöglicht mir, schnell eine Slideshow zu erstellen und meinem Brautpaar über einen versteckten Link die Webslideshow zu schicken. Beispiel siehe Anlage.

Die Amerikaner gehen einen Schritt weiter. Sie setzen bereits Bilder von der Hochzeit auf die Homepage und laden sie bei Facebook hoch. Sie markieren die gezeigten Personen bei Facebook. Die Namen haben wir ja bereits vom Fragebogen erhalten. Durch die Markierung erzeugen wir ein Schnellballsystem der Zugriffe.

In Deutschland sehe ich diese Vorgehensweise als problematisch an, weil wir sensibler mit unseren Daten umgehen und nicht wollen, dass ohne Rücksprache persönliche Angaben im Netz erscheinen.
Damit ihr trotzdem eine gewisse Verbreitung auf Facebook erreicht, verwende ich die Teilen-Funktion von Facebook. Über Werbemittel kannst du für deine Webseite den Code erstellen.

Warum ist es so wichtig, dass du umgehend Fotos anbietest? Gäste besitzen ebenfalls Kameras und machen während der Hochzeit reichlich Gebrauch davon. Wird das Brautpaar mit diesen Bildern überschüttet, verlieren deine zwangsläufig den ihnen zustehenden Stellenwert.

Daher: Speed is key

Image Release Party
Im nächsten Schritt sind die Bilder so schnell wie möglich zu bearbeiten. Hast du einen Termin für die Fertigstellung gegeben, ist der Zeitpunkt unbedingt einzuhalten! Das Brautpaar freut sich auf die Veröffentlichung seiner Bilder. Wartet es länger, weicht die verständliche Vorfreude und fängt an zu nörgeln!

Stehen die Bilder online, gibt es zwei Möglichkeiten der Veröffentlichung. Optimal ist eine Image Release Party. Du besuchst das frischgetraute Paar oder es kommt, eventuell mit weiteren Gästen, zu dir privat. Du präsentierst über einen Videobeamer die ersehnten Bilder und feierst diesen Moment!

Nutzt du die A la Carte Methode, biete an dem Tag einen Rabatt von 15% an. Diese Vergünstigung gilt nur an diesem Tag. Zeige große Bilder und diverse Fotoalben und nutze die Kauflaune des Paares und seiner Gäste.

Häufig stelle ich die Bilder online (geringe Auflösung), schicke den Link dem Ehepaar und räume bis zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Preisnachlass ein.
Bereite in beiden Fällen einen Link auf deinem Blog vor und zeige dem Paar die Bilder, die du verwenden möchtest. In der freudigen Stimmung ist die Chance groß, dass sie dir die Freigabe erteilen. Diesen Link kann das Brautpaar neben der Webslideshow auch verwenden und den nicht anwesenden Gästen zeigen. Das hat zur Folge, dass die Gäste zuerst deine Homepage besuchen und deine Leistung studieren. Zwei Tage später werden dann die hochauflösenden Bilder online gestellt.

Bildbearbeitung

Damit die Bilder zu etwas Besonderem gestalten werden, musst du dich mit einer Bildbearbeitung auseinandersetzen. Während einer Hochzeit entstehen bei mir in der Regel zwischen 1000 und 2500 Bilder, bei zwei bis drei Terminen bis zu 6000 in der Woche. Für die Bearbeitung der Bilder habe ich mich für Lightroom von Adobe entschieden. Diese Software läuft stabil und besitzt einen internen Workflow. In Härtefällen greife ich sicherlich auch mal auf Photoshop zurück, aber das kommt selten vor.

Lightroom Lightroom kannst du dir als Testversion herunterladen und für 30 Tage erproben. Startest du Lightroom, springen dich im oberen Bereich fünf Reiter an.

  • Bibliothek

  • Entwickeln

  • Diashow

  • Drucken

  • Web

Auf die letzten drei Punkte möchte ich vorerst nicht weiter eingehen.

Katalogverwaltung und Organisation
Im ersten Schritt musst du die Bilder auf deinen Computer übertragen. Ich arbeite dabei noch immer „manuell“ und überspiele Karte für Karte in jeweilige Verzeichnisse. In einem Verzeichnis habe ich die verschiedenen Hochzeiten mit dem Datum vorweggestellt (Jahr-Monat-Tag). Diesen Arbeitsgang erledige ich bereits am gleichen Abend, sobald ich von der Hochzeit zurückgekommen bin. Im nächsten Schritt erstelle ich einen neuen Katalog im selben Verzeichnis, damit erhält jede Hochzeit einen separaten Katalog. Beim Importieren achte ich darauf, dass die Bilder bereits in einer 1zu1 Vorschau gerändert werden, um erheblich schneller zwischen den Bildern springen zu können und beim Bearbeiten keine Verzögerung zu verspüren.
Nun etwas zur generellen Auswahl von Bildern. Häufig wird die Frage gestellt: „Wie viele Bilder bekommen wir“, oder geäußert: „Wir wollen alle Bilder haben.“ Ich antworte mit der Aussage, dass sie fast alle Bilder erhalten. Das bedeutet, dass ich unscharfe und doppelte Bilder aussortiere. Auch ungünstig dargestellte Personen nehme ich heraus. Da das Paar nicht ermessen kann, wie viele Bilder ich aufgenommen habe (du solltest auch gut daran tun, es nicht zu verraten!), liegt es an uns die Auswahl und die Menge der Bilder zu bestimmen.
Generell gilt zu sagen: „Qualität vor Quantität“ oder wie es die Alten früher auf viele Lebenssituationen bezogen haben: „Willst Du gelten, mach dich selten!“ Es gibt drei Möglichkeiten die Bilder auszuwählen

01. – Bilder importieren

Folgende Themen werden im Video behandelt:

  • Wie importieren?

  • Vorschau in welcher Auflösung rendern?

  • Welche Entwicklungseinstellung?

  • Bedeutung von Stichwörtern und Metadaten

http://www.smugmug.com/gallery/n-M3984
Dauer Video: 4:06 min

1. Möglichkeit – viele Bilder
Dir liegen die Bilder vor und du wählst aus. Für „gut“ befundene hat Lightroom die Taste „P“ ins Leben gerufen, unscharfe und unbrauchbare Bilder in der Vorauswahl werden mit der Taste „X“ markiert. Bei dieser Art des Ausmusterns bleiben erheblich mehr Bilder in deinem Portfolio. Die Qualität und dein persönlicher Bildstil werden auf diese Weise vernachlässigt Zwischen vielen ganz guten Bildern verlieren sich die hervorragenden Bilder. Das Brautpaar erhält eine oder zwei DVDs mit 1000 Bildern. Aber der WOW Effekt bleibt aus!

2. Möglichkeit – wenig Bilder
Anstatt die Bilder mit der Taste „P“ zu markieren, arbeitest du mit der Sternchen Methode. Ein Top-Bild bewertest du mit fünf, ein gutes mit 3-4 Sternen, alle weiteren lässt du unbewertet. Am Ende bleiben dir nur noch zwischen 200 und 600 Bilder. Diese ausgelieferten Bilder tragen zu 100% deine fachmännische Handschrift und deine fotografische Sicht der Hochzeit. Daher ist es enorm wichtig, auf dem Weg zum erfolgreichen Hochzeitsfotograf, seinen eigenen Stil zu entwickeln und Brautpaar zu finden, die deine Darstellungsweise schätzen und schlussendlich kaufen möchten. Deine Arbeit beinhaltet also keine reine Dokumentation, sondern bedeutet eine gelungene Auswahl von bewegenden Momenten und eingefangenen Gemütsbewegungen aus deiner Sicht.

3. Möglichkeit – zwei Ordner Ungern möchte man dem Brautpaar sagen, dass sie nur eine kleine Auswahl erhalten. Damit du eventuell einen Kompromiss erzielen kannst, gibt es die zwei Ordner-Technik. Der erste Ordner enthält deine Auswahl, deine „The Best off“. Im zweiten Ordner legst du die Bilder ab, die sich nur mit 2 oder 3 Sternen begnügen mussten. Somit bleibst du deinem Motto treu und gibst dem Ehepaar die Möglichkeit, auch mal in den zweiten Ordner zu schauen.
Belichtung, Tonwerte und Farben
Deine Aufnahmen befinden sich grundsätzlich im RAW Format. Mit diesem Format hast du die Möglichkeit, Bildbearbeitungen vorzunehmen, die ohne Qualitätsverlust auskommen. Diese digitalen Negative sind mein Rohmaterial, die ich generell nicht herausgebe. Bereits im Bereich „Bibliothek“ kannst du mit den Pfeiltasten eine grobe Korrektur vornehmen. Hattest du mit künstlichen Licht zu kämpfen oder mehr Gegenlicht als einplant, verwende an dieser Stelle die groben Regler. Bei dieser Gelegenheit erkennst du auch schon, ob es sich um ein fünf oder drei Sterne Bild handelt.

Einsatz verschiedener Werkzeuge
Eins meiner Lieblingswerkzeuge ist die Pinselfunktion. Ein Großteil meiner Bilder versuche ich zu egalisieren und helle zu dunkle Partien auf und dunkle zu helle Bereich ab. Durch das RAW Format werden nicht sichtbare Bildinformationen wieder sichtbar gemacht. Auch das Rauschen kann optimal mit Lightroom behandelt werden. Wenn du in Kirchen ohne Blitz fotografierst und ISO Werte über die 1600 ansteuert, ist diese Funktion Gold wert.

02. – Bilder sortieren, auswählen, bewerten

In diesem Video zeige ich Euch, wie ich die Sortierung und Bewertung meiner Hochzeitsbilder vornehme.

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Dauer: 3:52

Kundenpflege

Empfehlungen generieren

  • Empfehlungen sind die beste Werbung und sind erheblich günstiger als in Werbung zu investieren.

  • Hast du Zeit und wenige Aufträge, solltest du diese Zeit nutzen, um dein Portfolio zu erweitern / verbessern.

  • Nutzt du, wie ich das Vorshooting als Kennlern-Shooting, solltest du außergewöhnliche Situationen schaffen, die dazu führen, dass sich das Paar wohlfühlt und anderen von dieser besonderen Begegnung berichten.

  • Regelmäßig Kontakt zu Paaren halten, die dich mögen und interessiert an deiner Person sind. Sie erzählen von dir, wenn sie ihre Freunde treffen.

  • Schaff Produkte, die Kunden lieben.

  • Gib den Kunden Produkte an die Hand, damit sie diese Ihren Freunden weiterreichen. Dazu gehören Karten, Zugangsdaten.

  • Sorge dafür, dass du als Person und nicht nur durch deine Fotos empfohlen wirst!

E-Mail (folgt)
Telefon (folgt)
Karte (folgt)

Verwendung von Gutscheinen
Grundsätzlich halte ich nicht viel von Gutscheinen. Zu verschenken habe ich nichts und die Kunden würden mich auch ohne Gutschein buchen!
Ein Gutscheinsystem halte ich jedoch für sinnvoll und setze es erfolgreich ein. Brautpaare, die bei mir einen Vertrag unterschrieben haben, erhalten einen Gutschein über 50 Euro. Dieser Gutschein soll an Freunde verschenkt werden, die ebenfalls heiraten. An dieser Stelle enden die meisten Gutscheine in ihrer Funktion. Ich gehe bei meinem System einen Schritt weiter. Löst das geworbene Brautpaar den erhaltenen Gutschein durch einen Auftrag ein, erhält das werbende Ehepaar ebenfalls eine entsprechende Gutschrift oder einen kostenlosen Abzug auf Leinen. Diese Vorgehensweise hat zur Folge, dass der Gutschein den Freunden weitergereicht wird, die in nächster Zeit heiraten werden. Zwischen 70-80 Prozent meiner Auftraggeber sind Empfehlungen. Diese Kunden müssen nicht mehr überzeugt werden, weil sie als Freunde des ehemaligen Brautpaares erfahrungsgemäß meine Person, meine Arbeit als Fotograf und meine Bilder kennen. Hier steht „nur“ noch der Preis im Vordergrund. Ist der Vertrag mit dem geworbenen Brautpaar unterschrieben, erhält das werbende Ehepaar die versprochene Gutschrift oder einen Abzug nach eigener Wahl.

Interessante Bücher / Seminare

Bücher

Erfolgreiche Neukunden-Gewinnung im Internet ist kein Märchen. Denn wie bei der Geschichte vom Hasen und Igel gelingt es manchen Unternehmen, sich auch mit geringem Budget professionell online zu positionieren. Thomas Kilian zeigt dir in diesem Buch, wie du im virtuellen Steckrübenfeld gefunden wirst, ohne dabei wie der Hase aus der Puste zu geraten. Denn nur mit pfiffigen Ideen und dem richtigen Gespür kannst du im Netz Geld verdienen. Ganz ohne graue Theorie vermittelt dir dieses Buch, was du in der Praxis alles machen kannst, um auch online von deinem Kunden gefunden zu werden. Locker und mitreißend geschrieben, finden Marketing-Fachleute, Webmaster kleiner Unternehmen und klassische Einzelkämpfer heraus, wie die Akquise im WWW funktioniert.

Seminare / Ausbildung

  • David Jay (bpp Seminar) – Richtig präsentieren und schnell sein (ShowitWeb)

  • Mike Larson (DVD Serie) – Hochzeiten auf amerikanisch

  • Zach and Jody Gray (DVD Seminar) – Ablauf und Organisation beherschen die beiden perfekt.

  • Joe Buissink (DVD Seminar) – Ansatz über die Persönlichkeit Bilder zu verkaufen

  • Hamburger Portraittage (Sonia & Padraic Deasy – Technisches Können & Brand-Marketing) – Sympathisches Paar, die ihr System gefunden haben, als Fotostudio (ohne Hochzeitsfotografie 🙂 ) wirtschaftlich zu arbeiten.

  • Jürgen Mayr (Schulung über Tetenal) – Vertrieb ist seine Stärke, wobei die Methodik aus dem Bereich der Versicherungsbranche kommt.

Links

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